|
Die begannen meist damit, dass die beiden Lehrer (ein Mann auf der Maennerseite, eine Frau auf der Frauenseite) vor uns auf weissen Sitzen Platz nahmen und Ganesha, der maennliche Lehrer den Kampf mit dem Kassettenrekorder begann. Meist war er erfolgreich und frueher oder spaeter konnte man (oft in ohrenbetaeubender Lautstaerke, bis Ganesha auch den Lautstaerkeregler richtig eingestellt hatte) S.N. Goenkas Gesang fuer den Tag erklingen hoeren. Ehrlich gesagt hab ich mich beim ersten Mal ein bisschen erschrocken.Ich hatte nicht mit Gesang gerechnet, und ausserdem ist Goenkaji kein junger Karpfen mehr (ich sollte wissen wie alt er ist- ich schaetze mal zwischen 60 und 70) und sein Gesang klang, als muesste er sich unbedingt mal raeuspern. Nach etwa fuenf Minuten musikalischer Freuden (natuerlich waren das nicht irgendwelche Volkslieder, aber den Text konnte ich ja nicht verstehen, obwohl ich im Laufe der Zeit einige der neugelernten Woerter heraushoeren konnte) begannen die Anweisungen fuer die bevorstehenden ein bis drei Stunden. Sie begannen fast immer mit den selben Worten, die ich nach der Haelfte des Kurses begann, automatisch staendig im Kopf vor mich hinzusagen. "Start with a caaaaaaaaalmmmmm and quieeeeete mind- quite mind, quite mind" (calm & quite= ruhig, mind heisst wohl Geist, trifft es aber meiner Meinung nach nicht hundertprozentig). Dann kamen die Anweisungen des Tages, wie etwa, sich auf den Atem nur im Bereich der Nasenloecher zu konzentrieren (interessant herauszufinden, ob man durchs linke, rechte oder doch beide Nasenloecher atmet). Die schlossen stets mit meinem anderen Lieblingssatz: " Work paaaaaaaatiently and persistently, patiently and persistently, you're boooooouuuuuuuuuund to be successful, boooooooooouuuuuuuuund to be successful" Und das alles mit lustigem Akzent. Dann je nachdem eine bis zwei Stunden Ruhe, bis man wieder vom Kassettenrekorder erloest wurde.
|