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Weltreiseschnecke 1 kurzzeitig erkrankt |
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Geschrieben von Susan
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Samstag, 12. November 2005 |
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Um alle Besorgten zu beruhigen, ich bin schon so gut wie wieder gesund, nur noch ein bisschen traege. Da moegen jetzt vielleicht einige Leute denken, na das ist doch nichts Neues, eine von Zeit zu Zeit traege Susan kennen wir doch schon? Deshalb hat es hier wohl wahrscheinlich auch erst Niemanden verwundert, als ich vorgestern frueh einfach nicht so richtig wach werden wollte. Und auch vormittags und mittags noch nicht. Das mag man ja vielleicht auch noch von mir kennen, aber da es hier jeden Tag so viel Neues zu entdecken gibt, war das auf der Reise bisher anders und ich bin immer schnell aufgestanden.  Test negativ Irgendwann bin ich dann doch mal erwacht und auf unsere hauseigene Veranda gegangen und da hab ich gemerkt, dass ich Fieber hab und mir der Kopf und die Knie wehtun. Na ich weiss gar nicht mehr so richtig, jedenfalls hab ich dann wohl den Rest des Tages mit einem nassen Handtuch auf dem Kopf geschlafen. Abends wars immer noch nicht besser, obwohl ich innerhalb des Tages fast allein einen 5 Liter Wasserkanister ausgetrunken hab. Also hatte ich schon nach anderthalb Wochen unterwegs die Ehre eines indischen Arztbesuches. Der erste Arzt hatte zu, also zum Naechsten gewankt, ordentlich wie hier ueblich die Schuhe vorm Wartezimmer abgestellt (womoeglich, damit der Arzt wenigstens immer Fusspilzpatienten zu behandeln hat?) und eingetreten ins Warteparadies. Natuerlich richteten sich gleich mal wieder einige neugierige Augenpaare auf mich, aha eine Weisse. Ein Kind begann ohne Pause hello-hello-hello zu rufen und auch der unausweichliche goanische Stromausfall liess nicht lange auf sich warten. Zum Glueck gibts beim Arzt Notreserven und auch eine Notbeleuchtung, so dass die Diagnose nicht im Dunkeln ausgefuehrt werden muss. Irgendwann war ich dann auch dran und wurde zum vollschlanken, brummeligen Arztwallah hereingelassen. Dann hab ich eine grosse braune Spritze bekommen, ein Rezept fuer genau abgezaehlte, ebenfalls grosse Tabletten und eine Rechnung von 700 Rupien. Damit hab ich dann an meiner Auslandskrankenversicherung schonmal 3 Euro verdient. Ausserdem wurde ein Malariatest gemacht, dessen Ergebnis ich bis gestern abend im wahrsten Sinne des Wortes entgegenfiebern musste. Keine Malaria, sondern irgendein Virus. Vielleicht ja von unseren Freunden, den Kakerlaken auf mich uebergesprungen. Aus der Praxis der nackten Fuesse entflohen mussten wir auch noch durch die lichter- und stromlose Stadt zurueck irren, ohne von den Autos, die sowieso lieber ohne Licht fahren, ueberrollt zu werden. Jedenfalls haben Spritze und Tabletten bisher gut geholfen, gestern war schon alles viel besser und heute hab ich sogar wieder Appetit. Ich werde jetzt mal eins der viereckigen indischen Broetchen essen, in denen als besonderes Extra immer auch ein paar Steinchen eingebacken sind damit die Zaehne nicht verweichlichen. Und als Nachtisch noch eine schoene grosse Tablette.
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