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Schnecken auf Partytour Drucken
Geschrieben von Alex   
Mittwoch, 16. November 2005

Auf dem Markt
Auf dem Markt
Die Schnecken waren unterwegs. Der Hippieflohmarkt in Anjuna war unser Ziel. Also haben wir uns im Bus nach Mapusa eine Runde durchschuetteln lassen, stiegen in den nach Vagator und waren dann bald in Anjuna. Noch ein Stueck am Strand entlang und schon wieder die ersten verkaufstuechtigen Inder an den Hacken.

Irgendwo auf der Welt muss es einen unglaublichen Bedarf an bunt gewebten bedsheets geben. Und die Goaner haben sich anscheinend vorgenommen, diesen aus eigener Kraft zu decken. Dabei gehen sie nach einem einheitlichen Leitfaden vor, um die bedsheetsuechtigen Reisenden in ihre Shops zu ziehen. Wahrscheinlich gibt es zu diesem Zweck ein eigenes Unterrichtsfach in der Schule. Die Reisefrau - in diesem Fall Schnecke Susan - wird von der goanischen Verkaufsfrau kontaktiert. Wo man herkommt, wie lange man bleibt, ob man das erste Mal hier ist, wie denn der Name sei, oh, was fuer ein schoener Schmuck und diese Haare, like Barbiedoll. Schliesslich wird man vorhersehbarerweise aufgefordert, den Shop der Verkaufsfrau aufzusuchen. Shop kann hierbei alles bedeuten, die einfachste Form davon ist ein auf dem Boden ausgebreitetes bedsheet mit den angebotenen Waren darauf. Lustig war, dass eine Shopinhaberin hartnaeckig meinte, sich an Susan im letzten Jahr erinnern zu koennen. Sie haette doch so schoen am Strand getanzt. Hm, war Susan letztes Jahr in Goa? Sie konnte sich auch nicht daran erinnern :-)

Sonne weg
Sonne weg
Doch von Hippies war auf dem Hippieflohmarkt nicht viel zu sehen. Dafuer war alles bunt, so bunt, dass zumindest ich die Buntheit schon gar nicht mehr wahrnehme und alles zu einem Farbbrei zerfliesst. Es gibt jede Menge Zeug, oft immer dasselbe und gefeilscht wird wie verrueckt. Und irgendwie sind wir ganz ohne Einkaeufe wieder verschwunden.

Ansonsten soll Anjuna auch der Ort fuer Goa-Parties sein. Also haben die Schnecken die Fuehler ausgestreckt und Informationen gesammelt. Hier mal die Ergebnisse in Kurzform. Es gibt schwarze Naechte und wei¤e Naechte, bedingt durch Neu- und Vollmond. Vollmond fiel heute mit dem Markttag zusammen. In diesen Naechten werden groessere Parties veranstaltet. Die Saison hat gerade erst begonnen, Ende des Monats wird mit der Erlaubnis der Regierung fuer Open-Air-Parties gerechnet. Diese wird von Polizeiebene zu Polizeiebene runtergereicht, bis letztendlich die oertliche Polizei die Hoehe des durch die Veranstalter zu zahlenden Schmiergeldes festlegt. Bis dahin gibt es die Shore Bar am Strand, die so lange Musik spielt, bis die Polizei stoppt. Ansonsten gibt es noch ein paar Diskos.

Full Moon Night
Full Moon Night
Also sind wir erstmal in die Shore Bar gegangen. Laute Musik und zappelnde Leute und die Flut stieg und stieg. War nachmittags noch ein breiter Sandstrand vorhanden, so musste man nun aufpassen, trockenen Fusses auf die Treppe zur Bar zu kommen. Zum Glueck gab es diese Treppe und war das Haus auf Pfaehlen gebaut, sonst haetten wir ja im Wasser gesessen.

Haben noch einen kurzen Abstecher zum Paradiso gemacht, so eine groessere Disko, vor der sich abends die Scooter stapeln. Ladies free, also ging Susan mal gucken. Sah ganz schoen aus, wollen wir demnaechst mal aufsuchen.

Zurueck mussten wir notgedrungen wirklich mal ein Taxi nehmen, da nachts keine Busse mehr fahren. Der Taxifahrer verkuendete uns stolz, dass nun night time waere. Halsabschneider. Na ja, es waren 200 Rupies, in Euro umgerechnet ein nicht allzu hoher Betrag, aber dafuer bekommt man eben auch schon ein Zimmer fuer eine Nacht oder kann in der 2. Klasse fast von Goa nach Bombay fahren.

 
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