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Mit dem Bus nach Calangute Drucken
Geschrieben von Alex   
Mittwoch, 9. November 2005

Panorama
Panorama
Jetzt sind wir am Meer. Wir standen puenktlich auf, verliessen gegen 10:00 unser Zimmer in Tivim und stiegen in den Bus nach Mapusa. Der Bus war ziemlich klein, ziemlich voll und ich war viel zu gross fuer ihn, musste immer den Kopf schief halten, um stehen zu koennen und habe eigentlich gar nichts gesehen, da die Fenster immer so tief und flach eingebaut werden. Die Busfahrer hier haben eine ziemlich ruppige Fahrweise (festhalten!) und benutzen genauso gern die Hupe wie alle anderen Inder. Na nach 12 Kilometern war die erste Tour vorbei und wir stiegen in einen etwas groesseren, nicht ganz so vollen Bus nach Calangute. Dank der Sitzplaetze konnten wir auch ein bisschen was von der Umgebung mitbekommen. Und hatten gleich einen Bananenwallah am Ohr, der uns am liebsten seinen ganzen Korb verkaufen wollte. Zwei Stueck nahmen wir ihm ab.
Ankunft in Calangute. Viel roter Staub, viele rotverbrannte Touristen und viele Bars. Wir haben nun ein schoenes Zimmer, so einen kleinen Bungalow mit eigener Terrasse. Nebenan steht eine Bananenstaude, gegenueber eine Palme mit reifen Kokosnuessen (aufpassen!). Und einen kleinen Streichelzoo gibt es auch. Denn die soziale Mischung wird aufrecht erhalten, um uns rum stehen einige Lehmhaueschen und auch ein paar aus Palmwedeln zusammengesetzte Huetten. Und deren Bewohner halten allerlei Viehzeug, so dass wir nun von einer ganzen Schweinefamilie und einigen Huehnern umgeben sind. Jede Nacht schlaeft ein Hund vor unserer Terrasse (meist auch am Tag, wenn er sich nicht gerade mit den Schweinen streitet oder etwas zu Fressen sucht).
Wir machten uns auf den Weg zum Strand und liefen unserem Freund (hello my friend) Vinayak in die Arme. Ein Promoter fuer Time Sharing Objekte, das sagte er uns natuerlich noch nicht. Erstmal sollten wir jeder einen Umschlag ziehen, ich aus dem Stapel fuer Maenner und Susan aus dem fuer Frauen. Aha, es wurden also zwei Serien gedruckt. Ich gewann nur eine Weinflasche, aber Susan, huuuch, einen kostenlosen Aufenthalt in Goa, Thailand oder Bali. Natuerlich nur, wenn wir jetzt sofort mit ihm in ein Taxi einsteigen und in ein Touristenressort zur Praesentation fahren wuerden. Na wir taten ihm dann letztendlich den Gefallen, da er ja 400 Rupies verdienen wuerde. Um dies zu sichern, erzaehlte er uns unterwegs erstmal, was wir denn alles erzaehlen sollten. Wir waeren keine Backpacker, wuerden im Baga Queen Hotel fuer 800 Rupies pro Nacht leben, daheim gut Geld verdienen usw. So haben wir es dann auch erzaehlt, trotzdem glaubte uns wohl niemand und unwirsch wurden wir dann zum Abholen unserer Geschenke abgeschoben. Eigentlich lief das fuer uns so viel besser, denn wir ersparten uns eine mindestens 60-minuetige Praesentation, ich hatte meinen Portwein und Susan einen Gutschein fuer einen kostenlosen Aufenthalt (naja kostenlos, im Kleingedruckten steht etwas von einer 100-$-Handling-Gebuehr).
Teenage Mutant Loser Cockroach
Teenage Mutant Loser Cockroach
Ein Taxi fuhr uns dann sogar wieder zurueck in den Ort und wir liefen weiter zum Strand. Sehr schoen, sehr sonnig, sehr salzig und mit einem auf Grund gelaufenen Frachter am suedlichen Horizont, den wir in den naechsten Tagen mal besuchen wollen.
Abends hatten wir ein lustiges Ereignis mit einer Riesenkakerlake. Es ist schon ein komisches Gefuehl, wenn man in die Keksschachtel (haben wir oft, falls wir nachts mal Hunger bekommen) auf dem Bett greift und ploetzlich laufen einem zwei 7 cm lange Tierchen ueber die Hand und ueber das Bett.

 
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