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Wir verlassen Auckland Drucken
Geschrieben von Alex   
Samstag, 3. Juni 2006

Café
Café
Etwas wackelig mit Hoehenangst
Etwas wackelig mit Hoehenangst
Nachdem wir den halben Vormittag in einem Café verbracht hatten, machten wir uns auf die Suche nach einem Auto. Eigentlich sollte es ein Campervan werden, denn die kleineren sind hier in der Wintersaison billiger als ein Kombi. Nur gab es gerade keinen. Eigentlich werden sie einem im Winter hinterhergeschmissen, aber vor uns lag ja das lange Wochende mit Queen's Birthday.  Kein Campervan. Einen Toyota Corolla gab es fuer 39 NZ$ (19 Euro), einen Mazda Kombi fuer 45 NZ$ pro Tag. 8 Dollar Versicherung legten wir auch noch drauf, Linksverkehr, man weiss ja nie. Trotzdem noch echt billig.

Mindestmietdauer fuenf Tage, so haetten wir also noch ein Einkaufsmobil bis Donnerstag.
Um kurz nach 6 war es dann endlich soweit. Nachdem wir eilig unsere Sachen gepackt und unseren Lieblings-Foodtown-Supermarkt gepluendert hatten, waren wir auf dem Motorway Nummer 1 Richtung Sueden. Der Motorway ist sowas wie die Aucklaender Stadtautobahn und endet dann auch bald an den Grenzen der Stadt. Allerdings erstreckt sich Auckland ganz schoen weit. Linksverkehr hatte ich ja schon auf Arbeit geuebt und die Automatik nimmt einem zumindest das verwirrende Schalten mit links ab. Scheiben wischen anstatt Blinken mache ich auch nicht mehr.
100 km/h sind Hoechstgeschwindigkeit und schneller fuhr auch kaum jemand. Die Strassen sind ganz ok, meist gibt es auch alle paar Kilometer eine extra Ueberholspur und die Mittelstreifen sind mit Reflektoren ausgestattet. Allerdings ist der Belag teilweise so rauh, dass es maechtig laut im Auto wird.
Sehen konnten wir nicht allzuviel auf unserer ersten Tour ausserhalb Aucklands, es war ja schon dunkel und so erstreckte sich unser Ausblick groesstenteils auf die Zaeune, die die Landstrassen saeumen und wahrscheinlich Millionen Schafe vom Selbstmord erretten sollen. Zaunsetzer muss hier ein angesehener Beruf sein.
So gegen neun, nach knapp 240 Kilometern erreichten wir unser Ziel: Rotorua, die Schwefelstadt. Eines der groessten Tourismusziele in NZ, fuer unseren Wochenendausflug also ein gutes Ziel. Und natuerlich musste es puenktlich zu unserer Ankunft regnen. War ja auch schon fast verdaechtig, so ein schoenes sonniges Wetter ueber die letzten Tage in Auckland.
Kurze Rundfahrt durch die Stadt, vorbei am Kuirau Park, aus dessen Schwefelloechern weisse Dampfschwaden aufstiegen. Innenstadt, einparken, Tueren auf. Uh, Schwefelgeruch, aber ordentlich. (Am naechsten Tag sahen wir Prospekte von Campingplaetzen - schwefelfreie Luft als Verkaufsargument). Essen suchen. Wir fanden gerade noch so einen Pizzaladen, der nicht gerade seine Tueren verschloss.

Rotorua: Schwefelschwaden nachts
Roturoa: Schwefelschwaden nachts
Danach ging es natuerlich in den Kuirau Park. Die Schwefelschwaden schimmerten im Mondlicht, sah ganz schoen gruselig aus mit den ganzen abgestorbenen Baeumen in der Schwefelgruetze. Aber viele Blaubeeren sollen dort wachsen. Und schoen warm war es, der Dampf hatte eine richtig angenehme Temperatur. Im Gegensatz zur sonstigen Luft in Rotorua, die noch ein bisschen kaelter als in Auckland war. Wir versuchten, einen Haufen Fotos zu machen, obwohl die Linse andauernd beschlug.
Ploetzlich war es schon Mitternacht und wir dachten langsam mal an unseren Schlafplatz. Unser heutiges Hostel hiess Mazda Capella und wir fuhren es auf den Berg am Rande der Stadt, dessen Namen ich gerade nicht weiss weil es wieder so ein komplizierter Maori-Name ist. Sitze geklappt, Schlafsaecke verteilt und gestaunt, wieviel Platz so ein Kombi bietet.

 
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