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Viel gab's in den Hoehlen aber nicht zu entdecken, eine roch ein bisschen nach Huehnerstall. Nachdem uns keine neuen Springspiele mehr eingefallen sind haben wir uns auf die Suche nach einem Cafe gemacht, leider erfolglos. Also musste der Urwald (in dem Herkules und Xena gedreht wurden!) bei der zweiten Durchquerung hungrig bezwungen werden. Trotzdem sind wir letztendlich gut bei Pak'n'Save angekommen, der Neuseelandbruder von Aldi. Als nicht zu verpassende Sehenswuerdigkeit vorgeschlagen von Hai, der mal in der Naehe gewohnt hat und sofort das Strassenkommando uebernommen hat. Wir haben auch gleich ein paar tolle Schnaeppchen abgegriffen (Mais fuer den halben Preis!). Ausserdem gab's lebendige Muscheln und riesige Fleischregale, in denen fleissige Asiaten rumwuehlten. Wo auch immer die ihren Tofu- und Gemueseruf herhaben, er ist nicht gerechtfertigt. Hai z.B. ernaehrt sich anscheinend ausschliesslich von Zwiebeln, Knoblauch und grossen Fleischbergen, mit Reisbeilage. Sowieso scheint die Zwiebel in vielen Laendern ein Hauptnahrungsmittel zu sein, in unserem Haus stinkt es jeden Tag nach gebratenen Zwiebeln.  Hoehle Und wenn man genauer hinguckt, wird da nicht etwa heimlich am Rand eine kleine Zwiebel zur Geschmacksverbesserung mitgebraten, sondern froehlich ein halbes Netz voll gebrutzelt. Um mich mal ein bisschen zu raechen hab ich ein leckeres Garlic-Naan (Indienbrot) gekauft. Aber auch diese Rache ist eher nach hinten losgegangen, denn ab jetzt hat's in unserem Zimmer neben Zwiebel auch noch nach Knoblauch gestunken, obwohl wir das Brot schon extra in eine Plastetuete verbannt haben. Als ich mich dann gestern endlich getraut hab, es zu kosten hat's gar nicht so geschmeckt. Aber am Strandtag waren wir auch abends noch unterwegs - auf der Suche nach dem Wine Cellar. Nachdem wir den gefunden haben sind wir aber erst nochmal zurueck. Noch waren wir nicht bereit, denn zuhause wartete noch ein noch nicht vorhandenes Abendessen und unser ebenfalls Spar-12er Pack Tui-Bier. Die Anderen sind schonmal, wie immer, in die SPE-Bar gegangen, die so aussieht wie ich mir einen Landgasthof in Bayern vorstelle. Als die ersten zurueckkamen, sassen wir immer noch mit unserem Bier da und ich hatte die Halloween-Staffel der Simpsons inzwischen zum dritten Mal gesehen. Unsere Troedelangewohnheit hat uns hier schon manchmal den Abend verpassen lassen. Noch in keiner Stadt bisher gab's ein Nachtleben, dass es mit dem tollen Berlin aufnehmen konnte.  Muschelgefaengnis Am Anfang sind wir hier ja noch manchmal in so eine Hostel-Bar gegangen, aber da wird jedesmal nach halb Eins nur noch Rausschmeisser-HipHop gespielt, egal ob Indie oder Retro Abend. Dann wollten wir mal zu einem Konzert und als wir endlich angekommen waren, waren sie gerade fertig damit, abzubauen. Und dann gab's da noch das Wochenende, an dem Alex unbedingt bis um drei nachts Fussball gucken musste, um dann auf dem Sofa einzuschlafen. Aber diesmal haben wir's noch rechtzeitig geschafft, der Wine Cellar war noch nicht geschlossen. Dafuer ist was anderes dazwischengekommen. Wir hatten gerade Freundschaft mit zwei arbeitslosen Grafikdesignern und einem dritten, nicht definierten Arbeitslosen (?) an unserem Tisch geschlossen, als ich zur Toilette gegangen und auch wieder gekommen bin. Nur dass dann keiner mehr zu sehen war, alle weg. Irgendwie hatte ich bis dahin auch den Feueralarm gar nicht gehoert. Alle mussten den Raum verlassen und vor der Tuer Schutz vorm Flammentod suchen. Ausser Alex und den unfreundlichen Barleuten waren nicht mehr viele da, auch die Djs haben die Chance ergriffen und sind schnell gefluechtet. Wahrscheinlich haben sie den Alarm auch selbst ausgeloest, so schnell wie sie weg waren. Hat natuerlich nichts gebrannt, aber die Feuerwehr kam trotzdem und dann durften wir auch wieder zu unserem einsamen Bier. Das durfte naemlich nicht mit rausgenommen werden, Alkohol auf der Strasse ist in Auckland Central verboten und kostet eine saftige Strafe. Wir sassen dann noch lange mit unseren arbeitslosen Freunden (sie hatten alle auf einer Hochzeit gejobbt, als Tellerwaescher - da haben wir ja noch bessere Jobs). Der eine sah einem Simpson (oder auch Los Simpsons, wie unsere von Juan Pablo geborgte DVD-Kollektion betitelt ist) nicht unaehnlich. Nicht wegen der gelben Farbe, aber wegen dem scharfen Profil und den Haaren. Und er trug ein paar dieser schwarzen Hosen, die unter der hiesigen Jugend weit verbreitet sind. Mittelalter-Ritterstrumpfhosen-artige enganliegende Roehren. Hoffentlich gibt es die in Deutschland nicht auch schon (sagt Alex).
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