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Neuseeland
Kurz vor dem Abflug Drucken
Geschrieben von Alex   
Freitag, 18. August 2006

3500 km Rundreise liegen hinter uns, wir sind gut in Auckland angekommen und fliegen heute nach Fiji. Hier ist es gerade 11:20 Uhr (Deutschland 01:20), wir sind ein letztes Mal im Internetcafe und werden bald mit dem Airbus zum Flughafen fahren. Haben ne Menge gesehen und erlebt, viele Fotos gemacht und muessen mal sehen, wann wir das alles fuer die Seite fertigkriegen.

Bis spaeter!

 
Dunedin - Te Anau Drucken
Geschrieben von Alex   
Dienstag, 8. August 2006

Route bis 10.08.
Route bis 10.08.
Aufstehen. Der Regen hatte sich noch nicht verzogen und trommelte auf das Dachfenster unseres winzigen, aber ganz bunt verzierten Zimmers im Hostel.

Wir hatten gestern Abend schon immer ueberlegt, an welchem Tag wir denn nun mit der Faehre auf die Nordinsel uebersetzen wollen. Wir guckten noch einmal im Internet, gingen zum Visitor-Center und buchten die Spaetabendfaehre fuer den 14. August. Die Ueberfahrt dauert 3 Stunden, leider haben wir eine Nachtfahrt, weiss gar nicht, ob wir schoene Ausblicke verpassen. Aber war billiger so, fuer die Tagfaehren gab es keine Billigtickets mehr.

Das Wetter war inzwischen ein bisschen besser geworden (aendert sich ja immer schnell hier, das kennen wir ja schon). Auf Robbensuche wollten wir dann aber doch nicht mehr gehen (die leben hier auf der Otago Halbinsel), lieber bald los in Richtung heutiges Tagesziel Te Anau. Vorher aber noch zur steilsten Strasse der Welt, die wirklich schon ziemlich steil war und daher eine Seite des Buergersteiges in Treppenform besitzt. Wir wollten unserem altersschwachen ZZ Top-Wicked (haben inzwischen auch schon The Doors, die Beatles und Spinal Tab gesehen (aber die gibt es ja gar nicht wirklich)) den Aufstieg nicht unbedingt zumuten (und nicht zwei Liter Sprit in den Wind blasen :-) ), also gingen wir zu Fuss hoch.

Unser Zimmer
Unser Zimmer
Unser Zimmer
Unser Zimmer
Danach ging es auf die Strasse und los Richtung Suedwesten. Unterwegs hatten wir ungefaehr 10 Mal Sonne und 15 Mal Regen und wunderschoene Landschaft. Anfangs sattgruen und wellig und mit Schafen uebersaet und spaeter gelblichbraun und karg und auch mit Schafen. Und ab und zu auch schroff und mit Schnee bedeckt, aber zum Glueck noch in einiger Entfernung. Wollen uns so lange wie moeglich um die Schneeketten druecken. Wir fuhren den "Presidential Highway" (haha!) von Clinton nach Gore (komisch, Gore ist ein groesserer Ort als Clinton). In Lumsden hielten wir an der Tanke und hatten gleich ein Gespraech mit der Tankwartfrau (gilt bestimmt als unfreundlich, wenn sie nicht persoenlich die Kunden an der Saeule begruesst) und einen Einheimischen, der sich uns als "Simmermenn" zu erkennen gab. Wir merkten dann noch rechtzeitig, dass er ein Zimmermann war und lobten ihn fuer seine Deutschkenntnisse. Die letzte Sonne nutzten wir zum Picknick und mit Anbruch der Dunkelheit waren wir in Te Anau. Te Anau am Lake Te Anau - das Tor zum Milford Sound, den wir mit etwas Glueck und wenig Schneefall morgen besuchen wollen.

Steilste Strasse
Steilste Strasse
Steuerfrau
Steuerfrau
Unser Schlafplatz heute ist etwas Neues. Wir probieren mal die Heizung in unserem Van aus (die strombetriebene; die, die eigentlich waehrend der Fahrt waermen soll funktioniert irgendwie nicht so richtig und treibt uns dazu, die ganze Zeit mit Jacke und kalten Fuessen im Van zu fahren). Die Nachttemperaturen hier sind naemlich noch kaelter als in den letzten Tagen (fuer heute -2 angesagt). Deshalb schlafen wir heute auf einem Camperpark. Mit Stromanschluss, SkyTV Lounge (da sitzen wir gerade und schreiben) und einem Kaffeeautomaten, in dem jemand den Schluessel stecken lassen hat und den ich nun gleich oeffnen und mir aus der Geldschublade drei Dollar fuer meine dritte heisse Schokolade nehmen werde. Ist bestimmt Kundenservice :-)

Kilometerstand: 980 km
Schlafplatz: Lakeview Holiday Park

 
Dunedin im Regen Drucken
Geschrieben von Alex   
Montag, 7. August 2006

Susan am Kamin
Susan am Kamin
Bahnhof Dunedin
Bahnhof Dunedin
Eigentlich wollten wir heute Wandern gehen. Den Pineapple-Flagstaff-Walk, der sich auf einem Hoehenzug um die Stadt herumzieht und tolle Ausblicke haben soll. Haben uns morgens extra in einen Backpacker einquartiert, ab und zu muessen wir ja mal die Akkus aufladen und eine richtige Kueche benutzen (bei der Kaelte teilweise kocht es sich nicht immer gut auf unserem Gaskocher.) Leider fiel dann alles ins Wasser - der Dauerregen seit gestern Abend wollte nicht aufhoeren. Haben wir uns die Zeit also so gut es geht vertrieben - am warmen Kamin im schoenen Adventurer Hostel sitzen, die Katze streicheln und lesen ist auch nicht schlecht. Und unseren mittlerweile schon fast taeglichen Hunger nach einer Art Gallery gestillt. Das ist hier richtig gut in Neuseeland, viele Kunstgalerien und Museen wollen gar keinen Eintritt, manchmal nur eine Spende oder Eintritt nur fuer Spezialausstellungen. Die in Auckland, Christchurch und Dunedin waren auch ganz schoen gross.

Bahnhof Dunedin
Bahnhof Dunedin
Noch ein bisschen durch die Stadt (also Shops - ich hab mir im Warehouse neue Schuhe gekauft, alle anderen waren nicht mehr wasserdicht) und vorbei an den Sehenswuerdigkeiten, die wir uns nur von aussen angucken wollten: Die Speights-Brauerei gleich um die Ecke vom Hostel zum Beispiel, oder die Cadbury-Schokoladenfabrik, die (!Achtung Wissen!) 85% des Schokoladenaufkommens in NZ produziert. (Hat seit dem Willy Wonka-Film bestimmt noch mehr Zulauf.)

Nebenbei noch ein paar Dinge gelernt. Dunedin ist flaechenmaessig die groesste Stadt in NZ, auch die fuenftgroesste der Welt angeblich. (Ich fand Auckland aber noch weitlaeufiger.) Es gibt hier die einzige auf dem Festland lebende Albatros-Kolonie der Welt und die laut Guinness Buch der Rekorde steilste Strasse. Ach, und der Bahnhof von gestern Abend ist das meistfotografierte Gebaeude in NZ (wer das wohl kontrolliert?) Jaja, Rekorde Rekorde, ist ja fast wie in Indien, wo sich auch immer gern Rekorde zusammengerechnet wurden.

Abends ging es in das angeblich von 20.000 Studenten zum Kochen gebrachte Nachtleben der Stadt (begeisterte Eintragungen im Gaestebuch des Visitor-Centers von Besuchern mit asiatischen Namen) - naja, es kann durchaus mit einer kleineren deutschen Stadt mithalten. Wir fanden eine schoene Bar fuer einen Cuba Libre. Eigentlich ein Irish Pub, aber nicht so prollig, dafuer auch mit einem schoenen Kamin (das ist 'ne feine Sache hier unten im kalten Sueden).

Kilometerstand: 670 km
Schlafplatz: Adventurer Backpacker

 
Timaru - Dunedin Drucken
Geschrieben von Alex   
Sonntag, 6. August 2006
Pinguin, Oamaru
Pinguin, Oamaru
Pinguin, Oamaru
Pinguin, Oamaru
Die Berge immer rechts im Blick
Die Berge immer rechts im Blick
Alles sehr weit weg
Alles sehr weit weg
 
Christchurch - Timaru Drucken
Geschrieben von Alex   
Samstag, 5. August 2006
Essen am Strand, Timaru
Essen am Strand, Timaru
Weiter …
 
Akaroa/Banks Peninsula Drucken
Geschrieben von Alex   
Freitag, 4. August 2006

Idylle in der Robinson Bay
Idylle in der Robinson Bay
Die Strecke bisher
Die Strecke bisher
Noch kein Text. Kommt noch.

Akaroa Harbour
Akaroa Harbour
Ueber den Berg zu Le Bons Bay
Ueber den Berg zu Le Bons Bay
Aber es gibt schon Bilder

 
Unterwegs mit ZZ Top Drucken
Geschrieben von Alex   
Donnerstag, 3. August 2006

Eine Nacht im gemuetlichen Zimmer
Eine Nacht im gemuetlichen Zimmer
Eine Nacht im gemuetlichen Zimmer
Eine Nacht im gemuetlichen Zimmer
ZZTop heisst er. Unser Wicked Camper, ein Mitsubishi Van, Baujahr 1994. Hat schon ein langes Handwerkerleben hinter sich, fuhr frueher an der australischen Goldcoast, wie die Folienbeschriftung unter der Wicked-Bemalung sagt. Bevor er (wahrscheinlich zum Schrottpreis) aufgekauft, mit einem Bett und einer Kueche ausgeruestet wurde und nun fuer 35 NZ-Dollar pro Tag (Wintersaison, inkl. 5 $ Versicherung) an Leute wie uns vermietet wird.
Unsere erste Tour fuehrte in den Pak'n'Save, Lebensmittel einkaufen. Genug Stauraum haben wir ja. Dann tanken, an der automatischen Tankstelle auch von Pak'n'Save, da wir auf dem Bon einen Gutschein fuer einen 6-Cent-je-Liter Rabatt hatten. Geldkarte rein und nichts ging. Der freundliche Mensch an der Nachbarsaeule wollte uns helfen. Nach einer Weile hatten wir drei Receipts, die jeweils einen 0-Dollar-Betrag auswiesen. Aber keinen Sprit. Es hat dann aber doch noch geklappt und die ersten 45 Liter der Tour waren im Tank. Normal-Benzin kostet hier 1,76 NZ$, also knapp 88 Cent je Liter. Schoen, denn unser Van sollte sich als ein spritfressendes Ungetuem erweisen, vor allem in den Bergen.
Vagabond Backpacker aussen
Vagabond Backpacker aussen
Cathedral Square
Cathedral Square
Los ging es aber noch nicht, der Nachmittag gehoerte noch Christchurch. Wir schafften es in die Art Gallery, besichtigten die alte Uni und die Botanischen Gaerten. Aber irgendwie hat uns Christchurch nicht so richtig zugesagt.
Erst abends um 8 ging es los. Ziel war Akaroa auf der Banks Halbinsel, ein franzoesisch gepraegter Ort. Dort durfte man mit Campern nicht uebernachten, also fuhren wir nach einer kurzen Runde durch den Ort wieder ein Stueck zurueck und suchten uns einen Schlafplatz an der Robinson Bay.

Kilometerstand: 98
Schlafplatz: Robinson Bay/Akaroa

 
Auf die Suedinsel Drucken
Geschrieben von Alex   
Mittwoch, 2. August 2006

Abreisetag. Fruehes Aufstehen. Nach der Konzertnacht und einem Abschieds-Sixpack Bier, das wir nachts noch mit Kyoko verdrueckt hatten. Sachenpacken. So ungewohnt, nachdem wir knapp 9 Wochen in der Grafton Road verbracht haben. Und irgendwie hat es ewig gedauert. Das Zimmer wurde und wurde nicht leerer, obwohl die Rucksaecke eigentlich schon voll waren.

Nach einem letzten hastigen Fruehstueck wollten wir dann los, es war schon um 12 und um 2 ging der Flug. Wir hatten Glueck, Florian und Christine wollten gerade zum Supermarkt fahren und nahmen uns mit dem Auto mit zum Airbus. Schon das zweite Mal, das Florian uns chauffiert hat (vor zwei Wochen abends zum Arzt, ich war da 4 Tage krank mit 39,5 Fieber). Hallo Flo, falls du das hier liest, vielen Dank und schoene Heimreise in einer Woche.

Wir kamen am Flughafen an. Nichts los. Die wirklich nette Angestellte am Checkin gab uns gleich eine Dreierbank fuer uns allein. Leider meinte sie, sie koenne am Wetter auch nichts aendern - ueber Auckland lag mal wieder eine Regenwolkendecke. In der Qantas Lounge waren wir dann die ersten Gaeste. Sah ein bisschen aus wie ein Busbahnhof, Reinigungspersonal gab es wohl nicht und selbst das Cafe hatte geschlossen. Langsam wurde der "Busbahnhof" aber doch voll. Das lag vielleicht auch daran, dass unser Flug knappe 50 Minuten Verspaetung hatte und inzwischen schon Passagiere fuer zwei andere Fluege auf dem Boden warteten.

14:50. Startbahn. Auckland sehen. Wolken sehen. Himmel sehen. Unten Wolken. Unser Snack stellte sich als ein winziger American Brownie heraus. Naja, was will man auf einem 60-Euro-Flug gross erwarten :-). Der Brownie war zwar ganz lecker, reichte aber leider nicht ganz aus, unsere empfindlich leeren Maegen zu fuellen. Eigentlich haetten wir zwischen Crackern mit Kaese und Brownies waehlen koennen, erstere waren aber in unserer drittletzten Reihe bereits alle. Zur Entschaedigung kamen die Flugbegleiterinnen dann noch mit einem Brownie-Nachschlag vorbei.

Die Wolkendecke hielt nahezu den ganzen Flug ueber. Nichts mit schoener Landschaft. Mit Ausnahme der letzten 5 Minuten, als die Southern Alps mal kurz durchblitzten und wir die Schafe um Christchurch herum zaehlen konnten. Na nicht zaehlen, es sind zu viele.

Und ueberhaupt reichten die 1 Stunde und 20 Minuten ja nicht mal richtig aus, um neben den beiden Brownies und einem Kaffee auch noch das Bordmagazin zu schaffen. (Also das Bordmagazin haben wir nicht gegessen, nur nicht geschafft.)

In Christchurch stiegen wir in den Bus und fuhren in die City. Zum Cathedral Square, dann noch 10 Minuten zu Fuss. Durch Strassen, die rechtwinkliger wohl nicht angeordnet sein koennten. Zum Vagabond Backpacker, einer schoenen alten Villa, die wir uns als Nachtquartier ausgesucht hatten. So, muss erstmal reichen.

 
Wie es weitergeht Drucken
Geschrieben von Alex   
Dienstag, 1. August 2006
Bangkok/Spiegel/I
Bangkok/Spiegel/I
Bangkok/Spiegel/II
Bangkok/Spiegel/II
Die Zeit in Auckland neigt sich schon wieder dem Ende zu. Freitag war der letzte Arbeitstag, Sonnabend ein letzter Ausgehtag mit den Mitbewohnern zu Nathan und auf die K-Road, heute geht es noch schnell zum Strokes-Konzert und die Sachen werden gepackt und morgen sitzen wir schon im Flieger auf dem Weg zur Suedinsel. In Christchurch werden wir uns fuer eine Nacht in einen Backpacker einquartieren und am 3. August unseren Campervan bei Wicked abholen. Ohje, hoffentlich werden die Naechte nicht so kalt, ein paar Gruselgeschichten haben wir schon gehoert. Eine Route haben wir noch nicht, die wird sich schon ergeben. Fest steht nur, dass wir das Auto am 17. August wieder in Auckland abgeben, um am 18. nach Nadi/Fiji zu fliegen.
Die Zeit vergeht immer so schnell, wir haben wir es noch gar nicht geschafft, unsere veraenderten Flugdaten bekannt zu geben. Soll hier mal getan werden, falls uns jemand an einem der verbleibenden Flughaefen abholen moechte. Soll ja dann nicht am falschen Tag dastehen.
02.08.06 Auckland Christchurch 14:00 15:20 737-300
18.08.06 Auckland Nadi 16:25 19:30 737-700
03.09.06 Nadi Los Angeles 22:00 13:20 747-400
22.09.06 Los Angeles New York 09:05 17:20 747-400
28.09.06 New York London 22:30 10:15 777-300
29.09.06 London Berlin 12:50 15:35 A319
Bangkok/Stadt/I
Bangkok/Stadt/I
Bangkok/Stadt/II
Bangkok/Stadt/II
Jedenfalls haben wir in Bangkok die Termine ab der Abreise aus NZ umbuchen lassen, da sie beim Ticketkauf nicht so weit in die Zukunft gebucht werden konnten. So sehr haben sie sich aber nicht veraendert. Fiji hat ein bisschen Zeit eingebuesst (lieber mehr in Auckland arbeiten) und die Fluege in den Staaten mussten wir auch ein bisschen schieben, da schon einiges voll war. So kommen wir nun voraussichtlich am 29. September wieder in Berlin an.
Auckland/Ross hat geangelt
Auckland/Ross hat geangelt
Auckland/Kyoko mag rohen Fisch
Auckland/Kyoko mag rohen Fisch
In Bangkok machten wir uns also auf zur Qantas Niederlassung. Schoener Wolkenkratzer und schoene verspiegelte Decken und Fahrstuehle, aber richtig helfen konnten sie uns nicht. Eine Englaenderin erklaerte uns sinngemaess, dass sie keinen Bock mehr auf die Laufkundschaft haetten und wir uns doch an ihre Vertragsagentur ein paar Wolkenkratzer weiter wenden sollten. Na uns war es halbwegs gleich, wir wollten nur keine Umbuchungsgebuehr zahlen. Mussten wir dann auch nicht, eine Umbuchung ist im Preis enthalten, die naechste wuerde pro Person 25 Euro kosten. Dafuer konnten wir noch ein paar Bilder aus dem Fenster schiessen, wir wussten ja noch nicht, dass wir abends noch den hoechsten Turm Bangkoks besteigen wuerden.
 
Portraet Drucken
Geschrieben von Susan   
Donnerstag, 27. Juli 2006

Japanschnecke

Weil das im Kino ja letztendlich doch nicht geklappt hat mit dem Job (musste leider an meinem ersten offiziellen Arbeitstag schon wieder kuendigen, nachdem ich im Vertrag eine Zweiwochen-Kuendigungsfrist entdeckt hab), habe ich jetzt viel Zeit. Ich bin schon eine Weile Stammgast in der Buecherei, aber zu viel darf ich lieber nicht rausgehen, denn im Moment ist bei mir grosses Geldsparen angesagt (wir nehmen schliesslich nicht umsonst unser eigenes Bier mit in die Bar). Zum Glueck hab ich vor lauter Kartenzahlung eh meine Pinnummer vergessen, das hilft vielleicht. Jedenfalls starte ich heute eine Mitbewohnerportraetreihe. Und sie beginnt mit unseren Strandbegleitern, Keyko & Hai.

Obwohl sie genauso alt ist wie ich, haben wir Keyko heimlich zu unserer Patentochter erkoren. Sie muss naemlich als eine der neuesten Single-Maedchen nicht nur vorm immer interessierten Hai beschuetzt werden, sondern vor allem vorm gefaehrlicheren Inder. Der kommt aber erst spaeter, also wird nichts weiter verraten. Ausserdem passt Alex auf, dass sie auch schoen ihre Hausaufgaben macht denn wie alle Asiaten ist sie hier um zur Language School zu gehen. Und Japaner koennen wirklich kein R sprechen (Oh, I bloke the cake)! Vor allem ist sie wirklich nett.
Hai ist der mit dem Knoblauch- & Zwiebelfetisch. Jeden Abend rueckt er gut gelaunt in der Kueche an, beladen mit bluttriefendem Fleisch, Reis und vielen Knollen. Er ist auch schon ein paar Jahre hier und studiert, aber mir faellt grad gar nicht ein, was.
(Das dritte auf dem Bild ist nur das Strandgruselmonster)

 
Wochenende Drucken
Geschrieben von Susan   
Donnerstag, 20. Juli 2006

Party

Vor unserem Haus standen schon alle bereit zum Losgehen. Ausser Alex, der noch auf mich gewartet hat. Da ich ja jetzt da bin, kann's los gehen. Zurueck zum Hafen und Alex' zwei Wegbier haben wieder Mal keine Chance ihren Zweck zu erfuellen sondern muessen unter der Jacke vor den boesen Polizisten im Zentrum versteckt werden. Die spueren am Wochenende fleissig grosse gegen den Alkoholbann verstossende Maoris auf. Bei uns haben sie keine Chance, wir sind ja nicht doof. Am Hafen sind wir dann auf ein paar Andere von uns getroffen Die hatten eine Neuigkeit. Florian, immerhin schon 26, ist an der Tuerkontrolle gescheitert, weil die keinen deutschen Ausweis akzeptiert. Mal ganz abgesehen davon dass er auch eher wie 28 als 18 aussieht. Wir befanden uns vor einem Etablissement namens Float, von der Art, wo ich sonst eh nie hingehen wuerde (obwohl ich mich auch da schon fuer Arbeit beworben hab), schick am Hafen fuer Touristen. Trotzdem fand ich es frech als ein grosser Maoriberg mich aus der Wartereihe (Wartereihen sind auch sehr in hier) rauspickte und meinte, mit meinen Schuhen darf ich nicht rein.
Loaded Hog
Loaded Hog
Die Schuhe waren brandneu, extra einen Tag zuvor fuer die Arbeit gekauft, wenn auch vom Warehouse fuer den Supersparpreis von 4 Euro. Da bin ich schon endlich nicht nur 18, sondern sogar 21 und immer noch muessen alle wegen mir draussen bleiben.
Zum Glueck hatten wir den schon total betrunkenen Nathan dabei, der eine tolle Idee hatte. Er erzaehlte was vom Nebeneingang, fuehrte mich um die Ecke um zu versuchen, seinen Stempel auf mich zu uebertragen (hat nicht geklappt). Dann hat er mich zum "Nebeneingang" gefuehrt - die rechte Seite der Tuer, an der ich gerade gescheitert war (natuerlich auch hier strenger Linksverkehr- links zur Tuer reingehen und rechts wieder raus). Ganz so dumm war der Tuersteher nicht.
Winterkollektion
Winterkollektion
Da wusste ich ja noch nicht, dass es noch schlimmer wird. Wir sind dann alle zusammen weiter, am Degree vorbei und nebenan in eine der Riesenbars. Die hiess Loaded Hog - geladenes Schwein? Toller Name, ausserdem wurde ich grad letztens davor gewarnt, dass ich da nicht hingehen soll. Haette ich mich mal dran gehalten, eine Blamage weniger.
Das Huhn
Das Huhn
Denn nun war die Chance fuer unser Schmuggelbier gekommen. Der Plan war perfekt - ich geh mit unserem schon leeren Glas ins Bad und komm dann mit vollem Glas wieder. Leider hatten wir aber die Rechnung ohne ueberall versteckte Maoriaufpasser gemacht. Einer war extra fuer solche Zwecke vorm Klo postiert und zog mich beim Rauskommen gleich mit zum Hinterausgang. Naja, wenigstens durfte ich dann doch noch Alex Bescheid sagen und wir konnten halbwegs unbemerkt verschwinden. War also nicht so mein Glueckstag gewesen. Ich weiss schon, warum ich den Hafen doof finde.
Besser war dafuer der Samstag, als Juan und Vinnie Geburtstag gefeiert haben. Danach sind alle ins Kubanische Cafe gegangen, wo Alex sofort zum heissbluetigen Kubaner wurde. Ausserdem haben wir ein Huehnchen von der Schwulenbar nebenan getroffen, was wir so betrunken ganz schoen lustig fanden.
 
Zwei Jobs und ein Halber Drucken
Geschrieben von Susan   
Montag, 17. Juli 2006
Ich arbeite schon laenger nicht mehr in der Lorne Eatery. Nach meinem schnellen, aber kurzlebigen Aufstieg zur Ober-Bestellungsannehmerin und Englischspezialistin hat der Abstieg nicht lange auf sich warten lassen. Innerhalb der ersten zwei Wochen waren ja die einzigen Beiden, die richtig englisch sprechen konnten, verschwunden. Also gab es dann keinen Koch mehr, und nur noch mich und Ella, die noch neuer als ich war. Nachdem der erste Gast wutentbrannt aus dem Cafe gestuermt war, weil Ella nicht verstanden hat, was er bestellen wollte durfte nur noch ich mit den Leuten reden. Nachdem Ella gleich am naechsten Tag noch ein mysterioeses Missgeschick passiert war, wurde sie eigentlich gefeuert, aber sollte noch bis Freitag weiter arbeiten. Denn in der naechsten Woche sollte eine neue Superkellnerin anfangen. Wenn man bedenkt, dass beide Chefs selbst nicht besser Englisch konnten, war das ganz schoen fies. Letztendlich haben sie sie dann doch behalten, was ich mir ja auch nicht gefallen lassen haette. Inzwischen musste ich jedenfalls nicht mehr abwaschen und servieren, sondern konnte mich an der Kasse ausruhen, oder die Leute beruhigen, deren Essen vergessen wurde. Dann war es so weit, an einem Morgen erwartete mich ein koreanisches Skelett, dass mir als Nicole, very good new manager vorgestellt wurde. Eigentlich war sie aber die boese Stiefschwester, die mir als erstes sagte, dass ich zehn Minuten frueher kommen muss. Dann hat sie so getan, als waer ich die
Lion Beer
Lion Beer
Neue und nicht sie (obwohl sie auch frueher schonmal da gearbeitet hat) und mir erklaert, wie ich abwaschen soll. Das hiess dann wohl, ich bin wieder zurueckbefoerdert. Immer wenn ich grad an der Kasse stand und Jemand kam, hat sie mich weggedraengt und mir einmal sogar einfach den Stift weggenommen damit sie die Bestellung aufnehmen kann. Ausserdem wusste sie immer alles besser und war einfach total bescheuert. Irgendwann hat's mir gereicht und ich hab sie angemeckert, was das soll. Daraufhin ist sie in die Kueche gerannt, ich hinterher, weil ich dachte, sie will nicht vorne mit mir streiten, aber dann ist sie wieder rausgerannt und so ging das ein bisschen weiter. Na jedenfalls bin ich dann am Freitag nicht mehr hingegangen. Leider musste ich dann noch zwei Mal hin, mein Geld abholen.

schnell zur Arbeit
schnell zur Arbeit
Das ist also schon lange her, seitdem hab ich eher weniger erfolgreich Cafes und ein paar Laeden abgeklappert. Dazu musste ich mir andauernd anhoeren, dass es hier doch total einfach ist, einen Job zu finden. Die meisten aus unserem Haus arbeiten als Kellner, Tellerwaescher oder Kuechenhilfe. Mein einziger Verbuendeter war Florian, der auch ewig gesucht hat und von dem ich letztendlich einen Tipp bekommen hab: das Rialto Kino. Das war vielleicht vor anderthalb Wochen, als ich gerade ueberlegt hab, dass ich vielleicht doch noch auf dem Feld arbeiten muss. Und auf einmal gab es nahezu eine Jobflut, die mich ueberschwemmen wollte. Zwei moegliche Teilzeit-Barjobs und eine begeisterte Kinofrau. War mir ja ganz klar, dass das so kommen wuerde- zweieinhalb Wochen bevor wir nach Christchurch auf die Suedinsel fliegen. Jedenfalls hatte ich dann am Freitag gleich zwei Jobs, von Eins bis Vier Einfuehrung im Kino, und von Sechs bis Zehn in der Degree Bar am Hafen. Kino hat mich stark und eher unangenehm an Schule erinnert, ich und ein anderes Maedchen (urspruenglich aus Arabien) haben ein Kilo Vertragsunterlagen und Sicherheitsvorkehrungen bekommen, dann mussten wir diverse Frageboegen ausfuellen. Weisst du, was bei einer Evakuation gemacht werden muss- Ja oder Nein? Was muss bei einer Evakuation gemacht werden? Wo sind die Notausgaenge? Nenne drei moegliche Gefahrenquellen....? Die Neuseelaender scheinen ein wenig sicherheitsbesessen zu sein. Zum Glueck wurde ein bisschen vorgesagt und es gab keine Zensur am Ende. Das Beunruhigende war, dass alles sehr verpflichtend klang, als wuerde gleich vorausgesetzt, dass ich jetzt den Rest meines Lebens im Kino arbeite. Ich hab natuerlich nicht verraten, dass ich gleich wieder abreise. Also bin ich mit zwei Sets Arbeitsuniform und dem beaengstigenden Riesenvertrag nach Hause gestuermt, nur um gleich wieder weiter zum Hafen zu rasen. Vor dem Abendjob hatte ich ja noch mehr Angst. Ich war Dienstag schonmal zwei Stunden zum Pruefungstraining gewesen, aber da war nichts los, so dass ich hauptsaechlich doof rumstand oder hoechstens mal unter pruefenden Augen ein Glas Wein eingiessen musste. Ausserdem gab's einen bloeden vermeintlich-Deutschen (hat sich dann herausgestellt, dass er ein Neuseelaender mit deutscher Ex-Frau war, was alles erklaert), der immer rumgemeckert hat und eine nuschelnde und nicht besonders freundliche Lizz.
Freitag Abend war's wesentlich voller, und ich wurde hinter der zweiten Theke abgestellt.
Rialto Cinema
Rialto Cinema
Die kannte ich nun noch gar nicht, aber das wussten die durstigen Gaeste natuerlich nicht. Trotz meinem Sydney-Barzertifikat bin ich ja eigentlich aeusserst unqualifiziert fuer so eine Arbeit, wo ich doch immer nur den Wein trinke, der grad bei Foodtown im Angebot ist und fuer mich fast alles Bier gleich schmeckt. Ganz zu schweigen von irgendwelchen Mixgetraenken. Natuerlich wurde als erstes so Eins bestellt. Ich weiss noch, dass ich mich einen Moment lang gewundert hab, was ich auf einmal hinter einer Bar mache. Meine erste Bestellung war ein Kalua mit Milch. Hatte ich noch nie was von gehoert (Alex kannte es aber spaeter). Und keine Hilfe weit und breit. Das war so wie mit der Rambol-Rumball-Rumkugel in der Lorne Street. "Ok, one Rambol." Hm, und jetzt? Eine Denkpause, dann noch eine kurze bis mir nichts uebrigbleibt, als nochmal zu fragen. "One Rambol?"/ "One Ka......wschhd?". Bei der Rumkugel ist mir ja dann Betty zu Hilfe gekommen, aber diesmal war ich ganz allein. Beim zweiten Mal hab ich auch nicht mehr verstanden, aber zum Glueck war die Frau nett und geduldig. Ich hab dann auch gebeichtet, dass es mein erster Tag ist. Zusammen haben wir dann die Flasche Kalua entdeckt, jetzt musste ich mich nur noch vergewissern, dass sie wirklich Milch meint. Dann die Milch suchen gehen (unter der anderen Theke um die Ecke). Spaeter hab ich dann gelernt, dass das kein Exot, sondern zumindest hier ein begehrtes Getraenk ist und das Glas auch voll gemacht wird. Zum Glueck war meine Kundin wie gesagt nett und hat nichts ueber ihr nur halbvolles Glas gesagt (ich fand das mit der Milch so unappetitlich und abwegig, dass ich nur einen Schluck davon eingegossen hab). Noch waren aber nicht alle Schwierigkeiten beseitigt - sie musste ja auch noch bezahlen. Natuerlich hatte ich keine Ahnung, wieviel der Spass jetzt kostet und fuer die tolle Hightech-Kasse hatte ich keinen Code. Nachdem ich den und letztendlich sogar die richtige Taste fuer Kalua gefunden hatte, konnte die arme Frau nach gefuehlten zehn Minuten endlich mit ihrem schwer verdienten Drink abziehen. Das war praktisch gleich die Feuerprobe gewesen, obwohl mir schon noch das ein oder andere Missgeschick passiert: ein Kreditkartenformular, das ich verloren hab oder 15 Zentimeter Schaum auf zwei Zentimetern Bier, die der Besteller so lustig fand, dass er gleich alle seine Freunde zur Theke holen musste.
Aber alles in allem hat es trotzdem Spass gemacht und die Leute waren nett, auch wenn es ein bisschen laenger gedauert hat. Meine Lieblingskunden waren ein paar junge asiatische Touristen, die sich durchs Flaschenbier getrunken haben und auf die ich die Schuld schieben konnte, wenn wir uns nicht gleich verstanden haben. Fuer den sparsamen Kalua hab ich dann auch bei einer Asiatin Ausgleich geschaffen, weil ich nicht wusste, dass der Tequila als einziger keinen automatischen Mess-stopper hat und sie aus Versehen und Glaesermangel ein halbes Riesenglas voll zum Sparpreis bekommen hat.
Etwas Unheimliches war aber noch, ein schlechtes Omen, dass sich vielleicht spaeter am Abend bewahrheitet hat: Immer wenn ich mich mit meinem Code in die Kasse eingeloggt hab, stand da, wo bei Anderen der Name steht "You should not b(e)", so dass ich mich immer ein bisschen beobachtet gefuehlt hab.

Um Viertel Elf konnte ich mir dann zur Abwechslung selbst ein Getraenk mixen lassen, um dann beschwingt nach Hause zu laufen.
 
Pihafortsetzung & dem Feuer entkommen Drucken
Geschrieben von Susan   
Mittwoch, 12. Juli 2006

Strand

Viel gab's in den Hoehlen aber nicht zu entdecken, eine roch ein bisschen nach Huehnerstall. Nachdem uns keine neuen Springspiele mehr eingefallen sind haben wir uns auf die Suche nach einem Cafe gemacht, leider erfolglos. Also musste der Urwald (in dem Herkules und Xena gedreht wurden!) bei der  zweiten Durchquerung hungrig bezwungen werden. Trotzdem sind wir letztendlich gut bei Pak'n'Save angekommen, der Neuseelandbruder von Aldi. Als nicht zu verpassende Sehenswuerdigkeit vorgeschlagen von Hai, der mal in der Naehe gewohnt hat und sofort das Strassenkommando uebernommen hat. Wir haben auch gleich ein paar tolle Schnaeppchen abgegriffen (Mais fuer den halben Preis!). Ausserdem gab's lebendige Muscheln und riesige Fleischregale, in denen fleissige Asiaten rumwuehlten. Wo auch immer die ihren Tofu- und Gemueseruf herhaben, er ist nicht gerechtfertigt. Hai z.B. ernaehrt sich anscheinend ausschliesslich von Zwiebeln, Knoblauch und grossen Fleischbergen, mit Reisbeilage. Sowieso scheint die Zwiebel in vielen Laendern ein Hauptnahrungsmittel zu sein, in unserem Haus stinkt es jeden Tag nach gebratenen Zwiebeln.

Hoehle
Hoehle
Und wenn man genauer hinguckt, wird da nicht etwa heimlich am Rand eine kleine Zwiebel zur Geschmacksverbesserung mitgebraten, sondern froehlich ein halbes Netz voll gebrutzelt. Um mich mal ein bisschen zu raechen hab ich ein leckeres Garlic-Naan (Indienbrot) gekauft. Aber auch diese Rache ist eher nach hinten losgegangen, denn ab jetzt hat's in unserem Zimmer neben Zwiebel auch noch nach Knoblauch gestunken, obwohl wir das Brot schon extra in eine Plastetuete verbannt haben. Als ich mich dann gestern endlich getraut hab, es zu kosten hat's gar nicht so geschmeckt.
Aber am Strandtag waren wir auch abends noch unterwegs - auf der Suche nach dem Wine Cellar. Nachdem wir den gefunden haben sind wir aber erst nochmal zurueck. Noch waren wir nicht bereit, denn zuhause wartete noch ein noch nicht vorhandenes Abendessen und unser ebenfalls Spar-12er Pack Tui-Bier. Die Anderen sind schonmal, wie immer, in die SPE-Bar gegangen, die so aussieht wie ich mir einen Landgasthof in Bayern vorstelle. Als die ersten zurueckkamen, sassen wir immer noch mit unserem Bier da und ich hatte die Halloween-Staffel der Simpsons inzwischen zum dritten Mal gesehen. Unsere Troedelangewohnheit hat uns hier schon manchmal den Abend verpassen lassen. Noch in keiner Stadt bisher gab's ein Nachtleben, dass es mit dem tollen Berlin aufnehmen konnte.
Muschelgefaengnis
Muschelgefaengnis
Am Anfang sind wir hier ja noch manchmal in so eine Hostel-Bar gegangen, aber da wird jedesmal nach halb Eins nur noch Rausschmeisser-HipHop gespielt, egal ob Indie oder Retro Abend. Dann wollten wir mal zu einem Konzert und als wir endlich angekommen waren, waren sie gerade fertig damit, abzubauen. Und dann gab's da noch das Wochenende, an dem Alex unbedingt bis um drei nachts Fussball gucken musste, um dann auf dem Sofa einzuschlafen.
Aber diesmal haben wir's noch rechtzeitig geschafft, der Wine Cellar war noch nicht geschlossen. Dafuer ist was anderes dazwischengekommen. Wir hatten gerade Freundschaft mit  zwei arbeitslosen Grafikdesignern und einem dritten, nicht definierten Arbeitslosen (?) an unserem Tisch geschlossen, als ich zur Toilette gegangen und auch wieder gekommen bin. Nur dass dann keiner mehr zu sehen war, alle weg. Irgendwie hatte ich bis dahin auch den Feueralarm gar nicht gehoert. Alle mussten den Raum verlassen und vor der Tuer Schutz vorm Flammentod suchen. Ausser Alex und den unfreundlichen Barleuten waren nicht mehr viele da, auch die Djs haben die Chance ergriffen und sind schnell gefluechtet. Wahrscheinlich haben sie den Alarm auch selbst ausgeloest, so schnell wie sie weg waren. Hat natuerlich nichts gebrannt, aber die Feuerwehr kam trotzdem und dann durften wir auch wieder zu unserem einsamen Bier. Das durfte naemlich nicht mit rausgenommen werden, Alkohol auf der Strasse ist in Auckland Central verboten und kostet eine saftige Strafe. Wir sassen dann noch lange mit unseren arbeitslosen Freunden (sie hatten alle auf einer Hochzeit gejobbt, als Tellerwaescher - da haben wir ja noch bessere Jobs). Der eine sah einem Simpson (oder auch Los Simpsons, wie unsere von Juan Pablo geborgte DVD-Kollektion betitelt ist) nicht unaehnlich. Nicht wegen der gelben Farbe, aber wegen dem scharfen Profil und den Haaren. Und er trug ein paar dieser schwarzen Hosen, die unter der hiesigen Jugend weit verbreitet sind. Mittelalter-Ritterstrumpfhosen-artige enganliegende Roehren. Hoffentlich gibt es die in Deutschland nicht auch schon (sagt Alex).

 
Ans Meer. Zu den Brokkolibergen. Drucken
Geschrieben von Alex   
Samstag, 8. Juli 2006

Einschub fuer die Leute, die bei der grossen Suchmaschine "weltmeistersterne" suchen (denn da sind wir momentan wohl ziemlich weit vorn): Hier wird man nicht so richtig fuendig, wir haben das Wort nur mal erwaehnt. Eigentlich schreiben wir ueber unsere Reise.
Aber Brasilien hat fuenf, Deutschland hat drei und Italien duerfte nun wohl vier haben. Viel Spass beim Weitersuchen. :-)

Noch auf dem Berg
Noch auf dem Berg
Lion Rock
Lion Rock
Mein Chef ist nett zu uns. Heute lieh er er uns sein Auto, damit wir mal aus der Stadt rauskommen und was sehen konnten. Um 12:30 stand er vor unserer Tuer, holte uns ab und fuhr zurueck zu seinem Haus. Von dort aus starteten wir dann in seinem luxurioesen Mitsubishi. Kyoko aus Japan und Hai aus Vietnam hatten wir auch gleich mitgenommen. Und puenktlich zum Wochenende war wieder schoenster Sonnenschein angesagt, nachdem die Woche wieder durchwachsen war.
Nach Piha sollte es gehen, einem sagenumwobenen (zumindest hier in unserem Haus, weil staendig Leute dorthin wollen) Strand knapp 30 Kilometer suedwestlich von Auckland Central. Der Weg dorthin fuehrte quer durch die Waitakere Ranges, einen Hoehenzug, der nahezu komplett mit Regenwald bewachsen ist. Also wieder einmal Serpentinen, aber schoene. Mittendrin regnete es auch wieder, aber wahrscheinlich nur, weil sich die Wolken an den Gipfeln rieben. Am Strand war alles wieder schoen.

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House ahead Drucken
Geschrieben von Susan   
Mittwoch, 5. Juli 2006
House ahead
House ahead
Was hier so alles komisch ist. Gestern abend sass ich gerade friedlich am Computer und dachte, jetzt passiert bestimmt nichts Spannendes mehr, als draussen ein Haus vorbeifuhr. Ein fahrendes Haus direkt vor meinem Fenster! Und da fuhr nicht etwa nur ein kleines Gartenhaeuschen im Anhaenger mit, sondern ein ganz Stattliches, genauso breit wie die Strasse und mindestens doppelt so lang. Eine ganz neue Generation Wohnmobil, da kommen wir mit unserem ehemaligen Teilzeitbett-Kombi nicht gegen an. Eigentlich ja auch eine gute Idee, gleich mit dem ganzen Haus umzuziehen, da spart man sich das Kisten packen. Einfach Raeder unters Haus bauen, auf Dunkelheit warten und schon kann's losgehen. Und wenn man am naechsten Morgen aus der Haustuer tritt, ist man alle doofen Nachbarn los und hat vielleicht sogar noch einen groesseren Garten! Auf die Idee haetten wir ja eigentlich auch schonmal kommen koennen, warum andauernd den Rucksack aus- und einraeumen, wenn man gleich das ganze Zimmer mit auf die Reise nehmen kann? Jetzt allerdings hatte das Haus ein kleines Problem- ein langweiliges geparktes Auto versperrte dem neuen King of the Road den Weg. Also musste eine Weile angehalten werden und ein Mann kletterte (zur besseren Aussicht?) an einer Leiter aufs Hausdach. Dann wurde eine Seite hochgepumpt, so dass das Haus knapp ueber das ahnungslos geparkte Auto hinwegwanken konnte. Nachdem es die Baumkrone auf der anderen Strassenseite einfach ignoriert hatte, konnte meine neue Lieblingserfindung das fahrende Haus endlich ungehindert weiterfahren. Von der Seite konnte man sein eingestuerztes Dach sehen, wahrscheinlich war es auf einem frueheren Ausflug mit einem anderen Haus kollidiert und doch nicht auf dem Weg in einen neuen Garten sondern zum Haeuserhospital. Inzwischen hatten sich auch noch ein paar weitere Zuschauer eingefunden und gemeinsam sahen wir das Haus in der Ferne verschwinden, gefolgt von einem blinkenden Laster mit der Aufschrift "House ahead".  

Das war mit Abstand meine Lieblings-Neuseeland-Merkwuerdigkeit, die haben hier schon eine ganze riesige Kirche auf die andere Strassenseite umgesetzt. Bestimmt nur um zu zeigen, dass sie es koennen. Und bestimmt waren die Umsetzer alles Maoris, die Riesenmenschen, die bei sieben Grad C am Liebsten barfuss rumlaufen. 

 

 
Semesterferien an der AUT Drucken
Geschrieben von Alex   
Dienstag, 4. Juli 2006
Labor
Labor
Die Auckland University of Technology hat Semesterferien. Schon seit dem letzten Montag. Nur wenige Studenten schlurfen durch die Gebaeude, die meisten Angestellten sind im Urlaub und fuer uns bleiben: Computerlabore. Meine Haende sind inzwischen so rau, dass ich hier in der Grafton Road wahrscheinlich die Dielen ohne Werkzeug abziehen kann. Bloede braune Pappkartons in Massen.
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Kaffeehausschnecken im Café Brazil Drucken
Geschrieben von Alex   
Sonntag, 2. Juli 2006

Brazil
Brazil
Spam. Classic.
Spam. Classic.
Schon seit einer Woche strahlender Sonnenschein. Anhaltend gutes Wetter. Also ab ins Café, es ist ja Wochenende und wir muessen ein paar Schneckendollar investieren. Heute ging es zum Themenabend ins Café Brazil. Waehrend unsere brasilianischen Mitbewohner ueber die ganzen Ro-Spieler, den Trainer, Fussball im Allgemeinen und die Weltmeisterschaft im Besonderen jammerten. Sie meinten, das Café Brazil haette heute geschlossen, wenn nicht sollten wir es abbrennen. Machten wir aber nicht.
Wir sind ja immer darauf aus, der Stadt so viel Berlin-Flair wie moeglich abzutrotzen. Bisher war unser Favorit ja das Café Verona. Alles in warmem Rot, sogar auf dem Klo. Latte fuer mich, heisse Schokolade fuer Susan und die neuesten Zeitschriften dazu.

Ein paar Bilder hier

 
Schnecke im freien Fall Drucken
Geschrieben von Alex   
Sonntag, 25. Juni 2006
Skytower ohne ...
Skytower ohne ...
... und mit Sprungschnecke
... und mit Sprungschnecke
Was macht man mit dem verdienten Geld? Richtig, Ausgeben :-) Heute habe ich gleich mal eine groessere Summe ausgegeben. Fuer den Skyjump, 192 Meter freier Fall vom Skytower hier in Auckland. Bungeejumping wurde wohl in Neuseeland erfunden. Gibt es auch an jeder Ecke. Und sie denken sich staendig etwas neues aus, um den Touristen das Geld aus den Taschen zu ziehen. Der Skyjump ist kein Bungeejump, dafuer aber der hoechste Sprung in ganz Neuseeland. Und mit schoener Aussicht. Eigentlich hatte ich die Sache erst fuer kurz vor unserer Abreise geplant. Aber dieses Wochenende war so schoenes Wetter, das wollten wir dann nutzen.
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Rollerschnecken Drucken
Geschrieben von Alex   
Samstag, 24. Juni 2006
Rollerschnecken
Rollerschnecken
 
 
Wir gehen zu den Strokes! Drucken
Geschrieben von Alex   
Freitag, 23. Juni 2006
The Strokes
The Strokes
Unser Abend am 1. August ist bereits verplant. Wir gehen zu den Strokes!
Susan hat sich heute Morgen um 9 in die Schlange vor Groovy Records auf der Queen Street eingereiht und zwei Karten ergattert. Grosse Aktion, sogar ein Radiosender war vor Ort. Um Mittag rum waren sie ausverkauft. Das einzige Konzert in Neuseeland.
 
Vorfahrt in NZ Drucken
Geschrieben von Alex   
Donnerstag, 22. Juni 2006
Schneckenvorfahrt
Schneckenvorfahrt
Bekloppte Vorfahrtsregeln gibt es hier. Trotz Linksverkehr gilt "Rechts vor Links", na zumindest da muss man sich nicht umstellen. Aber das gilt auch dann, wenn man selbst Linksabbieger ist und ein Rechtsabbieger einem entgegenkommt. Also: Anhalten. Durchlassen. Abbiegen. Aber halt, so einfach ist das nicht. Sollte bei mehreren Spuren neben oder knapp hinter einem noch ein anderes Auto fahren, so kann man sozusagen in dessen Schutz abbiegen. Also beim Linksabbiegen immer schoen nach vorn rechts gucken (ob man Vorfahrt gewaehren muss), nach hinten rechts (ob man vielleicht doch fahren kann) und am besten dabei ganz die Fussgaenger links vergessen. Na Fussgaenger zaehlen hier eh nicht so viel, fuer Fussgaenger haelt kaum jemand an.
Sollte wohl oefter schon mal geaendert werden, meint Alistair. Naja, wird wohl nichts.
Dafuer gibt es an nahezu jeder Ampelkreuzung eine Art gruenen Pfeil fuer Linksabbieger. Also eine extra Abbiegespur mit "baulicher Trennung", auf der man ohne Wartezeit auch bei Rot abbiegen kann. Sollte kein Rechtsabbieger im Weg sein.
 
Ein paar neue Bilder Drucken
Geschrieben von Alex   
Donnerstag, 22. Juni 2006

Morgens in der Grafton Road
Morgens in der Grafton Road
Was fuer ein Fest. 21 neue Macs. Und ein bisschen PC-Kram.
Was fuer ein Fest. 21 neue Macs. Und ein bisschen PC-Kram.
Es gibt ein paar neue Bilder. Alexarbeitsbilder. Eigentlich wollte ich noch ein bisschen mehr schreiben. Bin nun aber schon zu muede. Gute Nacht!

 
Einwurf - Fussball in der Grafton Road Drucken
Geschrieben von Alex   
Dienstag, 20. Juni 2006
Flaggen
Flaggen
Fussball bestimmt hier zwar nicht das Leben, aber auf Sky Sport 3 zumindest das Tagesgeschehen. Und viele Kneipen haben sich diesen Monat ganz darauf konzentriert. Die Spiele werden meist um 01:00, 04:00 und 07:00 live gezeigt. Und dann glaube ich jeweils dreimal ueber den Tag verteilt wiederholt, so dass rund um die Uhr Fussball laeuft. Na wir haben ja auch einige Nationen hier versammelt.
Der Fernseher verfuegt ueber eine Sky Box, also Bezahlfernsehen, zeigt aber im Moment fast nur Fussball. Vielleicht ist daran ja auch die Tatsache Schuld, dass die Box im Untergeschoss im Zimmer der Managerin eingeschlossen ist. Das Management macht sich wohl Sorgen, dass sie geklaut wird. Gab schon oft Grund fuer Beschwerden, wenn das Spielfilmangebot auf den Sendern nicht genutzt werden kann oder aber morgens um 5 mitten im Brasilienspiel der Kanal wegen falscher Programmierung auf eine Werbeschleife fuer pay-per-view-Filme umstellt. Nicht schoen fuer unsere brasilianischen Mitbewohner, die in ihre besten Fanshirts gekleidet ihrem sechsten Stern entgegenfiebern :-) Es hagelte dann auch gleich ein paar wuetende SMS (werden hier TXT genannt) an die Managerin, sie solle besser rechtzeitig vor der Wiederholung erscheinen und den Kanal umstellen.
Zur Neuverteilung der Weltmeistersterne gibt es hier verschiedene Auffassungen. Als erstes tauchte die brasilianische Flagge auf. Die englische folgte kurze Zeit spaeter. Nach dem ja wohl recht passablen deutschen Auftreten folgte dann auch Schwarzrotgold. Eine chilenische erschien dann auch mal kurzzeitig (aber spielen die eigentlich mit?).
Unser Zimmernachbar Louis hat vorher am Aushang im Wohnzimmer durchgetippt. Bei ihm lautet das Finale Frankreich - Brasilien. Deutschland schafft es immerhin bis ins Halbfinale. Hm, sieht momentan wohl gar nicht so gut aus fuer einen Weltmeister Frankreich. Da hilft dann wohl auch nicht die provisorische Flagge, die er sich aus einem blauen, weissen und roten T-Shirt zusammengebastelt hat.
 
Susan im Zoo Drucken
Geschrieben von Susan   
Freitag, 16. Juni 2006

Flamingogallerie

Ich war im Zoo, die Haelfte der Tiere war nicht da, aber ich habe eine neue Lieblingstierart (Name unbekannt), wuschlig und rot. Die da waren, hab ich fotografiert und viel mehr faellt mir dazu jetzt leider nicht ein. Eher ein kleiner Zoo.

Und einen Monat spaeter: Der Artikel zu Devonport.

 
Ein Arbeitstag mit Alex Drucken
Geschrieben von Alex   
Freitag, 16. Juni 2006
Auf dem Weg zu WA
Auf dem Weg zu WA
Bluescreened - ein defekter RAM-Baustein
Bluescreened - ein defekter RAM-Baustein
Um fuenf nach 8 verlasse ich das Haus. Bei gutem Wetter kann ich unten am Ende der Strasse ein Stueck vom Hafen und noch ein Stueck weiter weg Devonport mit dem North Head sehen. Links rum, ueber die Grafton Bridge, dann rechts auf der Symonds Street immer geradeaus. Die City endet und auf einmal sind die Gebaeude alle nur noch zweistoeckig und alles sieht so kleinstaedtisch aus. Weiter in die New North Road und dann noch ein Stueck bergab und um halb 8 bin ich dann im Warehouse (so nennen sie hier alle den Hauptsitz der Firma) angelangt. 
Jetzt beginnt der anstrengende Fruehsportteil. Ein ganzer Haufen Pappkartons mit Computern und Monitoren muss in den Van geladen werden. Naja, so viele sind es nun auch nicht, meistens so 10 Stueck, aber trotzdem habe ich inzwischen eine Vorliebe fuer Desktop-Modelle entwickelt. Die wiegen nicht so viel. 
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Der grosse Stromausfall Drucken
Geschrieben von Alex   
Montag, 12. Juni 2006

Stromausfall
Stromausfall
8:30 Uhr. Ich komme auf der Arbeit an. Mal wieder durch das beste stuermische Auckland-Regenwetter. Zum Glueck hatte ich mir am Wochenende eine Jacke mit Kapuze im Second Hand Shop gekauft.
8:33 Uhr. Stromausfall. Hm, ich dachte eigentlich, wir haetten die Zeit der Stromausfaelle nun schon seit einiger Zeit hinter uns gelassen.
Und wir hatten auch noch keine Meldung, welche Computer heute benoetigt werden. Alistair wollte die e-Mail gerade erst schicken. Nun war alles schwarz. Zum Glueck war noch ein bisschen heisses Wasser im Wasserkocher, reichte zumindest fuer einen Kaffee.
Nach einer Weile konnten wir dann doch noch per Telefon die Ladung fuer heute abklaeren, den Van beladen und ich fuhr los zur Uni.
Verkehrschaos, zumindest fuer Auckland-Verhaeltnisse. Alle Ampeln aus. An jeder groesseren Kreuzung stand ein Polizist im Regen und versuchte, den Verkehr zu lenken. Spaeter auch irgendwelche anderen Leute, die keine Polizisten waren.
In der Uni war auch alles dunkel. Die meisten Leute standen auf den Fluren, die Fahrstuehle gingen natuerlich nicht und in den Treppenhaeusern glimmte schwache Notbeleuchtung. Im Rechenzentrum verbrachten die Computerfreunde ihre Zeit mit dem Aufrollen von Kabeln oder den ueblichen Informatikerwitzen. Wer Glueck hatte und ueber einen Laptop verfuegte verbrachte seine Zeit mit dem Aufspueren von Schnaeppchen bei TradeMe (dem NZ-Gegenpart von eBay), weil gerade nur so wenig Leute online waren. Alistair hatte wohl ueberstuerzt seinen Arbeitsplatz verlassen, jedenfalls war eine Kaffeetasse quer darueber verkippt.
Ein Viertel der Bevoelkerung lebt in Auckland. Der Stromausfall betraf die ganze Stadt und irgendwie schien es, als wuerden momentan zwei Drittel der gesamten neuseelaendischen Wirtschaft flachliegen.
Nach 20 Minuten bekam ich einen Anruf von Alistair. Die Uni wuerde evakuiert und geschlossen werden, ich solle den Van zurueckfahren, das Zeug ausladen und das waere es dann fuer heute. Hm, Mist, bei Stundenlohn geht der Stromausfall sogar noch ans Geld. Naja. Also zurueck. Jetzt ging nicht mal mehr die Notbeleuchtung im Treppenhaus, mit Handylicht schlich ich die Treppen hinab.
Nach 1,5 Stunden war mein heutiger Arbeitstag beendet. 1998 gingen 4 Kabel kaputt, die Central Auckland mit Strom versorgten. Die Stromvesorgung konnte erst nach 9 Wochen wieder vollstaendig hergestellt werden und ein Grossteil der Innenstadthaendler ging wohl pleite. Gute Aussichten :-)
Sah dann den Tag ueber auch wirklich schon fast so aus, es wurde abends dunkel und wir hatten noch immer keinen Strom. Aber um kurz nach 21:00 war es dann endlich soweit. Licht!

Den ersten Tag unseres Wochenendausfluges habe ich jetzt auch fertig.

 
86 neue Bilder ... Drucken
Geschrieben von Alex   
Freitag, 9. Juni 2006

Panorama

Vulkanland
Vulkanland
Der Schicksalsberg in Mordor
Der Schicksalsberg in Mordor
... in zwei Kategorien. Die erste Rundreise. Texte kommen noch, wir muessen ja arbeiten und ausserdem gucken eh alle Fussball. :-)

 
Dritter Tag - Vulkanzeug und zurueck Drucken
Geschrieben von Alex   
Montag, 5. Juni 2006
Karte
Karte
kommt noch
 
Zweiter Tag - Rotorua Drucken
Geschrieben von Alex   
Sonntag, 4. Juni 2006
Karte
Karte
Text kommt noch
 
Wir verlassen Auckland Drucken
Geschrieben von Alex   
Samstag, 3. Juni 2006

Café
Café
Etwas wackelig mit Hoehenangst
Etwas wackelig mit Hoehenangst
Nachdem wir den halben Vormittag in einem Café verbracht hatten, machten wir uns auf die Suche nach einem Auto. Eigentlich sollte es ein Campervan werden, denn die kleineren sind hier in der Wintersaison billiger als ein Kombi. Nur gab es gerade keinen. Eigentlich werden sie einem im Winter hinterhergeschmissen, aber vor uns lag ja das lange Wochende mit Queen's Birthday.  Kein Campervan. Einen Toyota Corolla gab es fuer 39 NZ$ (19 Euro), einen Mazda Kombi fuer 45 NZ$ pro Tag. 8 Dollar Versicherung legten wir auch noch drauf, Linksverkehr, man weiss ja nie. Trotzdem noch echt billig.

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Die Schnecken sind mobil Drucken
Geschrieben von Susan   
Samstag, 3. Juni 2006

Mazdasusan
Mazdasusan
- und machen den ersten grossen Neuseeland-Ausflug. In unserem frisch gemieteten schwarzen Kombi-Mazda (englisch Stationwagon klingt besser). Hat den halben Tag gedauert, ein nicht vorgebuchtes Auto aufzutreiben, aber wir haben einen extra Tag, denn Montag ist Queen-Birthday Holiday und wir haben frei. Als erstes haben wir mal ordentlich eingekauft, jetzt gehts gleich los und ich freu mich schon darauf, das Auto voll zu kruemeln. Bisher wollen wir nach Rotorua, da gibt's heisse Quellen. Alex will zu einem See und ansonsten gibt's danach Berichterstattung.

 
Minirache Drucken
Geschrieben von Susan   
Mittwoch, 31. Mai 2006

Kreise

Ich fand, heute ist was Lustiges passiert auf meiner Arbeit. Es gibt ja jeden Tag auch ein oder zwei Leute, die ein bisschen doof sind, zickig oder ungeduldig, aber meistens arrogant. So wie heute ein bloeder bebrillter Typ, der nach seiner Bestellung ganz doof nachgefragt hat, ob ich das jetzt auch verstanden hab. Erst blieb mir ja nichts, als ihm sein doofes Fleischessen weniger liebevoll als normalerweise zu ueberbringen, aber letztendlich konnte ich mich doch noch ueber eine kleine Rache freuen. Irgendwann kam er naehmlich schon wieder an um sich zu beschweren, dass kein Klopapier auf dem Klo ist. Es soll ja Leute geben, die welches klauen denn vorher war noch welches da. Hat er mir natuerlich nicht geglaubt und wollte, dass ich es ihm zeige. Darauf hatte ich ja nun keine Lust und hab ihm lieber gleich zwei grosse gebluemte Klorollen in die Hand gedrueckt. Das war ihm dann anscheinend ganz schoen peinlich, und er ist nach einem "oh, that's attractive" mit ganz rotem Gesicht zum Klo gestuermt. Der hat ja wohl nicht gedacht, dass ich die ihm heimlich hinterhertrage. Auf jeden Fall musste ich mich die naechsten zehn Minuten beim Abwasch verstecken, weil ich so lachen musste.
Ansonsten hat jetzt innerhalb einer Woche schon der zweite gekuendigt, heute der Koch und letztens das koreanische Maedchen, die einfach gegangen ist, waehrend sie  angemeckert wurde.

ich doof aussehend
ich doof aussehend
Die Uebriggebliebenen haben seitdem jeden Tag erneut versucht, mich zu ueberreden, frueher zu arbeiten, aber fuer 8 Euro mehr hab ich keine Lust, um 6 frueh aufzustehen. Ich fuehl mich eh schon kaum mehr wie im Urlaub. Aber ansonsten sind sie immer noch alle nett, inzwischen auch der Chef, und seine Frau Betty gibt mir immer noch Muffins fuer Alex mit, damit wir die zusammen essen koennen. Manchmal gibt es noch ein paar Sprachbarrieren zu ueberwinden, am Schlimmsten ist die Bestellung einer Rumkugel, beim ersten Mal wusste ich nicht, was ein Ramble ist, jetzt weiss ich, dass es ein Rum-Ball ist. Heute hab ich dann gelernt, dass auch ein Lamboll ein Rum-Ball ist, nur auf Koreanisch.

 
Die Schnecken werden langsam sesshaft Drucken
Geschrieben von Alex   
Montag, 29. Mai 2006
Wir richten uns ein
Wir richten uns ein
Nach drei Wochen in Neuseeland werden wir langsam sesshaft. Wir sind zwar noch gar nicht richtig aus Auckland herausgekommen, trotzdem gefaellt es uns hier ganz gut.
Was haben wir denn alles so? Na erstmal unseren neuen Wohnsitz, der uns wohl eine etwas laengere Zeit erhalten bleiben wird. Wir sind nun eine Viertelstunde von der City entfernt, wohnen in der Grafton Road nahe der Grafton Bridge in einer Art Studentenwohnheim. Jedenfalls steht auf unserem Mietvertrag Student Accommodation. Ist nicht schlecht hier, hier wohnen so ca. 30 Leute aus allen moeglichen Laendern auf zwei Etagen. Also es gibt ein paar Deutsche, einen Haufen Brasilianer, Japaner, Koreaner, Briten, Franzosen, einen Ami und sogar einen Inder. Dazu Gemeinschaftsbaeder, eine Gemeinschaftskueche, zwei Fernsehecken und zwei muenzbediente Rechner mit Internetanschluss. Manche hier haben sogar einen Funkinternetanschluss, der kostet dann 30 Dollar im Monat und 100-Dollar fuer das Modem. Hm...
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Wohnungssuche und Arbeitsfund Drucken
Geschrieben von Susan   
Mittwoch, 24. Mai 2006
Das neue Zimmer
Das neue Zimmer
Wohnzimmer
Wohnzimmer
Ich hab schon in Sydney einen Barkurs gemacht, als Vorbereitung fuer mein bald beginnendes, neues Arbeitsleben. Nicht nur waren zum Schluss alle angetrunken, weil in der Pause heimlich das Wasser ("wir tun jetzt mal so, als waer das Rum") zum Getraenkemixen mit echtem Alkohol vertauscht wurde, ausserdem konnte ich dann hier mit tollen Barfaehigkeiten auftrumpfen und habe nach einer Woche Training (= umsonst arbeiten) einen Job im Cafe, beziehungsweise der Lorne Eatery & Bar bekommen. Von Bar keine wirkliche Spur, aber es sieht dort sogar ganz schick aus (mit Aquarium), nur ist meistens nicht so viel los, oder natuerlich zu viel auf einmal. Heute wurde ich befoerdert, ab morgen arbeite ich zwei Stunden mehr und hab die ehrenwerte Aufgabe, hauptsaechlich die Bestellungen aufzunehmen. Daran sieht man, dass mein akzentbeflektes Englisch kein Problem ist - es gab heute noch eine andere Premiere, der erste Ansatz eines halbwegs richtigen Gespraechs zwischen meinem Chef und mir. Ich glaube, er hat sich immer ein bisschen vor mir versteckt, weil er kaum Englisch spricht, und ich hatte Angst vor ihm weil er immer nur laut auf koreanisch (?) rum ruft und das klingt nicht so freundlich in meinen Ohren. Eigentlich macht es sogar Spass, jetzt wo ich mich eingewoehnt habe. Leider sind die Neuseelaender grosse Fleischesser, und ausserdem essen sie nicht auf.
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Besuch in Devonport Drucken
Geschrieben von Alex   
Sonntag, 21. Mai 2006
Devonport mit North Head
Devonport mit North Head
Filmarbeiten
Filmarbeiten
Devonport. Wer hier wohnt besitzt meist ein Boot. Oder zumindest tut er so und parkt irgendein grosses Objekt auf einem Bootstrailer unter einer grauen Plane in seiner Einfahrt. Aber wahrscheinlich hat er wirklich eins. Liegt ja nahe. So dicht am Wasser.
Jedenfalls liegt Devonport 12 Faehrminuten noerdlich der City auf der North Shore-Seite Aucklands, jenseits der Bruecke und der Lonely Planet versprach 19. Jahrhundert-Feeling mit vielen schoenen Holzhaeusern und Kunstausstellungen. Dazu zwei Vulkankegel, Mt Victoria und North Head, und ein Ausblick auf die City. Zudem hatten wir Devonport schon beim Landeanflug aus der Luft gesehen und wollten uns das mal genauer angucken.
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Zwischenspiel Drucken
Geschrieben von Alex   
Freitag, 19. Mai 2006

Abendlicht
Abendlicht
Herbst
Herbst
Abendlicht 2
Abendlicht 2
Wieder kein neuer Text, wieder Fotos. Mit den beiden neuen Kategorien ist Australien dann fast komplett bebildert, was man von Thailand noch nicht sagen kann. Und solange es keinen neuen Text gibt, gibt es eben noch drei neue Bilder von Auckland. Natuerlich mit unserem Lieblings-Skytower. Wer genau hinsieht, kann auch unseren chinesischen Wohnturm entdecken.

Neue Bilder hier und hier

Und zur Abwechslung hatten wir auch mal zwei Tage hintereinander schoenes Wetter.

 
Neuseeland Regenland Drucken
Geschrieben von Susan und Alex   
Dienstag, 16. Mai 2006

Susan im Regen
Susan im Regen
Alex im Regen
Alex im Regen
Ab sofort muessen wir wettermaessig neidisch sein, denn seit wir hier sind, hat es jeden Tag geregnet. (Eine Ausnahme war der sonnige Ankunftssonntag, aber da hat es spaetabends dann auch noch angefangen.) Meistens beginnen wir den Tag mit einem Blick durch unsere Arztpraxis-Lamellen und sind begeistert, dass es heute blauen Himmel und Sonnenschein gibt. Daraufhin muss sich aber noch mal schnell umgedreht und ein bisschen weiter geschlafen werden, und beim naechsten Blick ist der Himmel schon wieder grau. Ausserdem regnet es wahrscheinlich, und wenn nicht dann faengt es spaetestens an, wenn wir unser Chinahaus verlassen. Die Neuseelaender muessen daran gewoehnt sein (auch wenn sie sagen, der viele Regen sei ungewoehnlich), denn die Gehwege in der City sind schon extra ueberdacht.

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Kein neuer Text, aber Bilder Drucken
Geschrieben von Alex   
Mittwoch, 10. Mai 2006

Der Skytower, das hoechste Gebaeude der Suedhalbkugel
Der Skytower, das hoechste Gebaeude der Suedhalbkugel
Skytower
Skytower
11.05. Der erste Text zu Neuseeland ist nun laenger und fertig: Ins Hobbitland
Heute gibt es keine neuen Texte, aber wir haben ein paar Bilder fertig gemacht und Susan hat Australien- und Schnorchelschnecken (Thailand) gemalt.

Bilder:
Thailand - Sangklaburi
Australien - Cairns
Australien - Von Glebe zur Oper und zurueck

 
Choice Plaza, 10 Wellesley Street East, Auckland Drucken
Geschrieben von Alex   
Montag, 8. Mai 2006

Das Haus
Das Haus
Das Zimmer
Das Zimmer
So lautet unsere neue Adresse. Wir haben uns ein Zimmer genommen. Im Choice Plaza, einem chinesischen Bueroturm im Zentrum, der gerade zu einem Hostel umgebaut wird. Auf den Etagen 3 bis 8 wird kraeftig gebaut, Etage 9 teilen wir uns mit ein paar anderen Bewohnern und in der 10. Etage befindet sich ein Penthouse. Unser Zimmer ist nicht besonders gross oder schoen, aber dafuer hat es einen schoenen Ausblick und ist ganz doll hell. Und mit 100 NZ$ pro Woche und Person fahren wir billiger,als wenn wir uns in einem 10-Bett-Dormitory im Hostel einquartieren wuerden.

 
Ins Hobbitland Drucken
Geschrieben von Alex   
Sonntag, 7. Mai 2006
Warten auf den Flug
Warten auf den Flug
In der Luft
In der Luft
5:30 Weckerklingeln. Nach so wenig Schlaf, denn wir hatten die halbe Nacht auf dem Hostelflur mit dem Ordnen unseres Gepaecks verbracht (und mal wieder ordentlich Ballast aussortiert). Den Abend zuvor waren wir noch auf ein Australien-Abschiedsbier in eine Kneipe in Newtown gegangen. Und hatten einer Schottin eine SIM-Karte fuer Neuseeland abgekauft. Nun war das Geld auch bald alle, ein bisschen war noch fuer die Taxifahrt zum Flughafen und ein paar Kleinigkeiten uebrig.
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Fotobuch

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