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Zwei Tage bei Haien und Schwertfischen Drucken
Geschrieben von Alex   
Freitag, 27. Januar 2006

Trageschnecke
Trageschnecke
Am gruenen Tisch
Am gruenen Tisch
Mit 11 Uhr klappte es nicht ganz. Ich flitzte morgens noch ins Internetcafe, da ich nicht wusste, wie es in Varkala mit guten Verbindungen und USB aussehen wuerde. Ich kam zurueck, packte schnell zusammen und ging zum Auschecken. Remote control? - Liegt im Zimmer. Ich hatte naemlich wieder ein Zimmer mit TV und die Fernbedienungen  werden hier wie Diamanten behandelt und einzeln ausgehaendigt. Ab zum Bahnhof. Auf halber Strecke suchte ich das Bahnticket und kramte in der Hosentasche. Was fand ich? Die Fernbedienung. Mist, zurueck. Naja, die Zuege haben ja eh meist Verspaetung. Ich kam um zehn nach an und um 25 nach fuhr der Zug. Mein Sitznachbar im Zug wurde beim Schwarzfahren erwischt, er hatte mit einem 2te-Klasse-Ticket im Sleeperwagen gesessen. Dafuer gibt es 100 Rs Strafe.

Hai I
Hai I
Hai II
Hai II
120 km nach Varkala. An den Strand also, ich war ja schon 4 Wochen nicht mehr baden. Ich hatte extra Varkala den Vorzug vor Kovalam bei Trivandrum gegeben, da es laut Reisefuehrer noch nicht so weit entwickelt und teuer sein sollte. Aber - zu spaet. Auch hier waren schon wieder zu viele Touristen, die mehr Wert auf Pizza und Pasta und die Qualitaet der Unterkunft legen als ich. Eigentlich hatte ich ein Zimmer fuer 150 Rs angepeilt. Ich fand aber keines. Das, in dem ich dann blieb, sollte 350 kosten. Als ich mich auf den Weg nach draussen machte, konnten wir uns doch noch auf 250 einigen. Aber dafuer gab es einen schoenen Strand und ein Cliff, auf dem man sich abends in ein Bambusrestaurant setzen und bei Coldplay als Hintergrundmusik den Sonnenuntergang betrachten konnte.

Schwertfisch
Schwertfisch
Strand
Strand
Die Inder sind ziemlich schnell dabei, wenn sich etwas als Geldquelle erweist. Und so ein paar kleine Haeuschen sind schnell gebaut und so wurde auch hier heftig gehaemmert und gewerkelt und jeder Platz, der noch halbwegs am Strand und Cliff liegt, fuer Gasthaeuser genutzt. Ein paar sehr schoene gab es auch zu sehen. Und eine typisch indische Szene. Ein Mann, der einer Frau Ziegelsteine auf ein Brett auf ihrem Kopf packt, die sie dann rein zur Baustelle traegt. Sehr nett von ihm. Susan hatte in der Gokarna-Zeit schon ein Schneckenbild dazu gemalt, das kann ich ja mal hier einsetzen.

bessere Huette
bessere Huette
Ich ging also zum Strand und freute mich ueber das Wasser, das hier eine ganz besonders schoene milchig-blaue Farbe hatte. Die Tiere, die dann abends vor den Seafood-Restaurants auslagen, habe ich aber nicht gesehen. Es gab naemlich einen Hai und einen riesigen Schwertfisch zu sehen. Delphine sollen auch oefter mal bis dicht an den Strand kommen, ich habe aber keine gesehen. In Palolem hatten wir abends von den Felsen aus mal zwei Flossen gesehen, die waren aber so weit weg, dass die Fotos nichts wurden.

Abends sass ich noch eine Weile mit einem Kanadier, einem Oesterreicher und seiner spanischen Freundin zusammen. Die beiden waren tagsueber bei der "Hugging Mama" gewesen, der Gurufrau, ueber die ich neulich schon geschrieben hatte. Man kann in ihrem Ashram fuer 150 Rs wohnen. Ist aber etwas weiter weg vom Meer :-)

Den zweiten Tag in Varkala nutzte ich morgens zum Waeschewaschen. Das geht in kleinen Guest Houses meist besser. Tagsueber dann an den Strand. Schon seit morgens gab es keinen Strom. Ein Effekt war, dass die Interntcafes nicht liefen und ich so nichts an der Seite machen konnte. Der andere, dass das Wasser alle wurde. Nicht schoen, wenn man zu Anbruch der Dunkelheit in einer Moskitogegend vom Strand kommt und die Dusche nicht geht. Das Licht ging wieder, aber es war zu wenig Strom, um die Pumpe in Betrieb zu nehmen. Erst um Mitternacht wieder. Die Nacht fluchte ich dann auch ueber die Moskitos. Das im Zimmer vorhandene elektrische Moskitovertreibungsgeraet lief sonst den ganzen Tag, bei Stromausfall natuerlich nicht. Nachts um drei gingen mir ein oder zwei dieser Tiere so auf die Nerven, dass ich ein Ganzkoerper-Mueckenschutz-Bad nehmen musste. Dann konnte ich schlafen.

 
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