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Nach Mamallapuram Drucken
Geschrieben von Alex   
Montag, 6. Februar 2006

Wieder ein Reisetag. Wir wollten Chennai verlassen. Nach Mamallapuram, 54 Kilometer weiter suedlich. Mit Bussen zu erreichen. Also packten wir unsere Sachen, checkten aus, gingen ein letztes Mal zum Fruehstueck in unser Lieblingsrestaurant "Maharaja" und machten uns auf den Weg zur S-Bahn. Drei Stationen bis zum Fort, dort noch ein kleines Stueck bis zum Broadway-Busbahnhof. Hm, haetten wir mal doch gefragt. Unser Reisebuch war naemlich nicht mehr ganz aktuell, der direkte Bus fuhr nicht mehr von hier, sondern im Sueden der Stadt ab. Also nahmen wir einen Stadtbus, warteten eine halbe Ewigkeit auf die Abfahrt und schaukelten dann gemaechlich durch die Stadt.

In der Naehe eines groesseren Busbahnhofs in Tirumv stiegen wir aus, liefen dorthin zurueck und merkten, dass die Busse doch nicht hier fahren wuerden. Wieder zurueck zur Haltestelle. Dann kam der East Coast Route-Bus, hielt aber 200 Meter weit weg. Bepackte Schnecken im Laufschritt. Wir schafften es und stiegen ein, allerdings war der Bus schon ueberfuellt. Aber wir bekamen noch zwei Stehplaetze knapp neben dem Fahrer. Zum Glueck waren es nur noch knappe 40 Kilometer, die Stadtfahrt hatte ja auch einiges geschafft.

Die Kuestenstrasse ist gut ausgebaut, die Fahrer wollen deshalb wohl ihrem Express-Namen alle Ehre machen. Da ist so ein Stehplatz mit Aussicht nach vorn durch die grosse harte Windschutzscheibe gar nicht so angenehm. Nach unten gucken war auch nicht so ermutigend, dort sah man die nackten Fuesse des Fahrers auf den Pedalen. Also eigentlich meist nur den einen, den auf dem Gas. Kupplung und Bremse wurden durch lautes Hupen und das Vertrauen in die in nahezu jedem Bus angebrachten Gottheiten der blinkenden Miniplastiktempel ersetzt. Naja, jedenfalls kamen wir rasch vorwaerts und konnten auf den Kilometersteinen am Strassenrand die verbleibende Entfernung runterzaehlen.

In Mamallapuram macht der Express nicht extra eine grosse Stadtfahrt, wir wurden mit ein paar Indern und einem englischen Travellerpaerchen mehr oder weniger auf die staubige Strasse am Ortsrand geschubst. Aber die Stadt ist nicht allzu gross und nach einer halben Stunde hatten wir schon zwei Zimmer besichtigt, eine Cola getrunken und uns fuer ein Zimmer entschieden. Mit Restaurant auf der Dachterrasse. Nachdem wir nun einige Zeit einen streng indischen Speiseplan eingehalten haben (obwohl diese plate meals ja nicht schlecht und billig sind), mussten wir dort erstmal hoch und etwas mit Pommes und Nudeln ausprobieren. Manchmal bekommt man einen richtigen Heisshunger darauf nach einer ganzen Weile Reiskost.

 
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