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Geschrieben von Alex
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Donnerstag, 9. Februar 2006 |
 Auf der Ladeflaeche nach Pondi Heute sind wir 100 Tage in Indien. Ein Reisetag - Pondicherry war das Ziel. Wir besuchten noch kurz die Art Gallery, um uns von der Japanerin zu verabschieden. Zu lauter Musik und gehissten Faehnchen an den Masten marschierten wir in Richtung Ortsrand. Aber dieser Aufwand diente weniger dazu, uns einen triumphalen Auszug aus der Stadt zu bereiten, sondern eher der Einstimmung auf eine der haeufigen politischen Kundgebungen, fuer die gestern Abend extra eine Buehne aufgebaut wurde.
Warten auf den Bus. Drei Busse mit Ziel Pondicherry waren an uns vorbeigerauscht. Zwei hielten sogar kurz an, allerdings nur, um Leute aussteigen zu lassen. Obwohl wir und ein paar andere Wartende zum Bus rannten. Langsam wurden wir unruhig und fragten drei neben uns stehende Inder, die sich auf Englisch unterhielten. Sie meinten, die Busse waeren voll und wuerden niemanden mehr mitnehmen. Komisch, wir haben schon viele volle Busse in Indien gesehen. Aber noch keinen, in den sich nicht noch mehr Passagiere reinquetschen wuerden.  Auf der Ladeflaeche nach Pondi Dann hielt ein kleiner Pritschen-LKW 20 Meter weiter. Die drei Inder liefen zu ihm hin. Wir ueberlegten nicht lange und folgten ihnen, wie auch ein Mann mit einem riesigen Fischernetz und eine Familie mit zwei kleinen Kindern. Nach ein paar Minuten Verhandlung stand fest: 50 Rs pro Person bis Pondicherry. Also hoch auf die Ladeflaeche und den Rucksack als Sitz hingelegt. 100 km bis Pondicherry. Bestimmt bequemer und schneller als in einem ueberfuellten Bus die ganze Zeit zu stehen. Susan hatte ihren Rucksack der Frau aus dem Dreierpaerchen gegeben. Sie und ihr Mann waren aus Bombay gekommen, um den Onkel in Chennai zu besuchen. Er war der dritte in der Runde und hatte in der Fahrerkabine platzgenommen. Eine lustige Fahrt, nur das Wetter spielte nicht ganz mit. Trueber Himmel, es sah fast nach Regen aus. Aber auch nicht so schlimm, wir hatten in den 100 Tagen bisher nur zweimal ein ganz klein wenig Regen (davon einmal ueber Nacht).Der LKW setzte uns direkt in der Mitte der Promenade ab, bis hier waere der Bus auch nicht gefahren. Der Fahrer probierte es mal mit Nachverhandlungen, aber darauf liessen weder wir noch die Inder sich ein. |